BAK Europa: Deutsche, Polen, Tschechen – Gemeinsame Wanderung im Zittauer Dreiländereck

22. September 2019

DRESDEN/WARSCHAU/PRAG. Nationalisten aus Deutschland, Polen und der Tschechischen Republik trafen sich auf Einladung des BAK Europa der JN am 21. September zu einem gemeinsamen Kulturausflug rund um das Zittauer Dreiländereck. Mehr als 20 Teilnehmer erlebten dabei einen interessanten und ereignisreichen Tag, in dessen Mittelpunkt vor allem das gemeinsame Erleben und der gegenseitige Austausch standen.

Bereits am frühen Sonnabendmorgen trafen sich Mitglieder und Aktivisten der Jungen Nationalisten (DE), des Trzecia Droga (PL), sowie der Mladí Nacionalisté und Národní Demokracie (CZ) in Zittau und starteten mit einem kleinen Streifzug durch die historische Zittauer Altstadt auf die gut 16 Kilometer lange Tagesstrecke. Ein einheimischer Wanderführer erklärte dabei die Geschichte der Stadt, in deren heutigem nördlichen Innenstadtbereich deutsche Kolonisten im frühen 13. Jahrhundert ein Waldhufendorf mit dem Namen „Sitte“ gründeten. Durch seine strategisch günstige Position zwischen Böhmen und der damals brandenburgischen Oberlausitz, aber auch durch seine Lage an der alten Handelsstraße über das Lausitzer Gebirge nach Leipa in Böhmen, gelangte die Stadt bald zu Reichtum. Davon zeugen noch heute die aus verschiedenen Zeitepochen stammenden Brunnen oder das so genannte Salzhaus, eine Lagerstätte für das damals sehr seltene und daher wertvolle Salz, das bisweilen gar als Zahlungsmittel eingesetzt wurde.

Entlang der heute als offizielle Staatsgrenze zwischen Deutschland und Polen geltenden Lausitzer Neiße führte der Weg auf polnischer Seite zunächst zum Dreiländereck, gelegen an der Mündung des Ullersbaches in die Neiße und weiter zum wiederum in der heutigen Tschechischen Republik liegenden Christinasee (Kristýna) im Zittauer Becken. Die Grube des 1822 eröffneten Braunkohlenwerkes „Christianenschacht“, in welchem bis 1972 Braunkohle gefördert wurde, gestaltete man in den 1980er Jahren zu einem Badesee und dessen Umgebung zu einem Sport- und Erholungsgebiet um.

Vom Christinasee ging es nach einer kurzen Rast hinein in das Zittauer Gebirge. Hier hieß es ordentlich Höhenmeter überwinden, bis man zum deutsch-tschechischen Grenzübergang am so genannten „Zigeunerwinkel“ gelangte, dessen Name noch heute an das Treiben von Schmugglern, Räubern und anderer zwielichtiger Grenzgänger erinnert. Weiter hinauf ging der bisweilen beschwerliche Aufstieg zur Ruine der im Jahr 1357 auf Befehl des Kaisers Karl IV errichteten Höhenburg Karlsfried. Hier, an den Überresten der an einer der ältesten Verbindungen und Handelsstraßen von der Oberlausitz nach Böhmen als befestigte Zollstation angelegten Burg, wurde nochmal eine Rast eingelegt und die Wirkung der geschichtsträchtigen Umgebung aufgesogen.

Die letzte Etappe führte hinauf auf den 582 Meter hohen Töpfer und wieder hinab zur so genannten Teufelsmühle. Bekannt ist der Töpfer vor allem für seine geologischen Formationen und die im Jahre 1860 erstmals errichtete Baude. Nach einem kurzen Aufstieg auf den Gipfel eines Felsentores bietet sich dem Betrachter ein Ausblick auf die Stadt Zittau und das umgebende Oberlausitzer Bergland, sowie das Riesen- und Isergebirge. Von hier aus folgte der Abstieg zu der als älteste Mühle Oybins geltenden „Teufelsmühle“. Ihren Namen erhielt die bis 1834 „Einsiedlermühle“ genannte Mühle nach einer Sage, wonach der Teufel hier einen Mönch geholt haben soll. Vom nahe gelegenen Haltepunkt brachte die traditionsreiche und bekannte Zittauer Schmalspurbahn alle Teilnehmer zurück zum Ausgangspunkt, wo in kameradschaftlicher Atmosphäre und bei guten Gesprächen ein ereignisreicher Tag seinen wohlverdienten Ausklang fand.

Nach dem letzten JN-Europakongress im Jahr 2018, den seit etlichen Jahren stattfindenden sächsisch-böhmischen Kulturtagen und verschiedenen offiziellen Teilnahmen von JN-Aktivisten an politischen Veranstaltungen im europäischen Ausland, war die Dreiländerwanderung ein weiterer Beweis für den lebendigen Austausch zwischen JN und anderen europäischen Nationalisten. Vor allem aber auch ein weiterer wichtiger Baustein beim Ausbau der Kontakte mit unseren polnischen Nachbarn.

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