Bundesweiter JN-Aktionstag zum 3. Oktober

09. Oktober 2019

„In der Reihe großer Töchter und Söhne unseres Volkes gehören heute auch wir als Junge Nationalisten zu den wahrscheinlich letzten Aufrechten inmitten der tosenden Stürme unserer Zeit.“ So heißt es im Aufruf der JN zu ihrem bundesweiten Aktionstag am 3. Oktober, welcher diesmal, ganz im Geist der großen Befreiungskriege, nach einer Dichtung Theodor Körners unter dem Motto „Frisch auf, mein Volk!“ stand.

An vielen Orten von Ost bis West, von Nord nach Süd, waren Aktivisten, Mitglieder und Freunde der Jungen Nationalisten unterwegs, um einen je nach den gegebenen regionalen historischen Besonderheiten ausgestalteten Tag miteinander zu verbringen.

 

RHEINLAND-PFALZ. Die diesjährige Themenwahl der Befreiungskriege bot auch im geographischen Westen eine breite Auswahl an möglichen Zielen. Als Rheinländer entschieden wir uns für die Geschichte des Rheinübergangs bei Kaub und den Marschall „Vorwärts“. Von der Höhe im Taunus kann man hinunter ins Rheintal und darüber hinweg in den Hunsrück schauen. Hier wurde nun die Frage Grenze oder Verbindung aufgegriffen.

Zum Hintergrund:

1813 sprach sich der österreichische Diplomat Fürst von Metternich dafür aus, den Rhein als künftige Grenze zu Frankreich zu akzeptieren. Für bedeutende Köpfe wie den Freiherr von Stein oder Ernst Moritz Arndt war dies nicht hinnehmbar und auch das erwachende Deutschland wollte sich nicht mit dem Rhein als Grenzfluss zufriedengeben!

Und so standen am 31.12.1813 auf den Feldern rund um unseren Rastplatz an der Adolfseiche die Truppen von Blücher um den Rhein wieder zu einem deutschen Fluss zu machen!

Blücher selber erreichte am Nachmittag des Silvestertages Kaub am Rhein und befahl die Überquerung des Stromes. Pioniere errichteten eine Ponton-Brücke und 50.000 Mann, mit 15.000 Pferden und 180 Kanonen zogen durch das Holzbachtal (heute Blüchertal) von der Höhe hinunter zum Rhein.

 

HESSEN. Der hessische Landesverband der Jungen Nationalisten nutzte den 3. Oktober für eine Wanderung im Lahn Dill Kreis. Auf dem 3 Türme-Wanderweg wurde die Stadt Wetzlar einmal umrundet.

Neben der Geschichte der Stoppelberger-Warte, des Karlsmuntturms und des Bismarckturms beschäftigten die Jungen Nationalisten sich auch mit dem Leben und Wirken Theodor Körners. Eines wurde klar: Der Einheitsgedanke der Deutschen, welche sich der damaligen französischen Fremdherrschaft unter Napoleon entgegenstellte, sollte auch als wichtiger Bestandteil am 3. Oktober gewürdigt werden.

 

SACHSEN I. Auch im Raum Dresden beteiligten sich Mitglieder von JN und NPD am bundesweiten Aktionstag der Jungen Nationalisten anlässlich des 3. Oktober, welcher heute als „Tag der Einheit” bekannt ist. Wenngleich richtigerweise festgestellt werden muss, dass die wahre Einheit Deutschlands in vielerlei Hinsicht noch in weiter Ferne liegt, so sind der Niedergang des Zwangskorsetts der ehemaligen DDR und das neue Zusammenfinden von Millionen Landsleuten nach Jahrzehnten gewaltsamer Trennung ein nicht zu vernachlässigender und durchaus positiver Aspekt unserer jüngeren Geschichte.

Im Rahmen des von der JN organisierten Aktionstages, der sich diesmal ganz dem Motto der großen Befreiungskriege widmete, luden die sächsischen JN-Stützpunkte aus Dresden und Döbeln zu einer kleinen Wanderung auf den Spuren Ferdinand von Schills ein. Vom 1907/1908 errichteten Endbahnhof der ehemaligen Windbergbahn in Possendorf führte der Weg entlang des alten Bahndammes, vorbei am ehemaligen Berglustschacht, einer Steinkohlengrube des Hänichener Steinkohlenbauvereins, bis hin zum Geburtshaus Ferdinand von Schills in Wilmsdorf. Untermalt wurde die Wanderung von verschiedenen Beiträgen an den unterschiedlichen Streckenabschnitten.

Der am 6. Januar 1776 geborene Schill ist ein deutscher Nationalheld und zählt zu den wenigen Vorreitern des Befreiungskampfes gegen die Fremdherrschaft.

 

SACHSEN II. Natürlich darf beim Thema Befreiungskriege auch die Völkerschlacht bei Leipzig nicht fehlen. So trafen sich Aktivisten am Völkerschlachtdenkmal im Leipziger Südosten. Hier gab es einen Vortrag über Entstehung, Bau und Geschichte des größten Denkmals in Europa.

Vom Völkerschlachtdenkmal ging es zum Dölitzer Torhaus, welches während der Völkerschlacht Schauplatz erbitterter Kämpfe war. Nun ging es zum Monarchenhügel. Er trägt ein Denkmal, das an die Völkerschlacht bei Leipzig erinnert, als die drei alliierten Monarchen von hier aus den Schlachtenverlauf beobachteten und von Napoleons Rückzug erfuhren.

Entlang der Strecke konnten wir immer wieder auch die so genannten Apelsteine entdecken. Die Apelsteine sind ursprünglich rechteckige Säulen aus Sandstein von etwa 1,5 m Höhe. Für die Stellungen der Koalitionstruppen sind die Steine mit einem spitzen Kopf (umgekehrtes V für Verbündete) sowie dem Buchstaben V und für die napoleonischen Truppen mit einem runden Kopf und einem N versehen. Die Inschriften der Steine zeigen auf der dem Schlachtfeld zugewandten Seite den Namen und das Datum des jeweiligen Gefechts und auf der anderen die Namen der Heerführer sowie Truppenbezeichnung und -stärke. Zwei Pfeile an den Schmalseiten bezeichnen den Verlauf der Front. An den Köpfen der Steine sind die Himmelsrichtungen angegeben. Insgesamt gibt es davon 50 Stück in Leipzig. Benannt sind die nach dem Leipziger Schriftsteller Theodor Apel.

 

MECKLENBURG/SCHLESWIG-HOLSTEIN. Wir wählten unseren Schwerpunkt in Erinnerung an eine Zeit, in der es nahezu unmöglich war etwas gegen das herrschende System zu denken, zu sagen oder gar zu unternehmen. Ein politisches System, das den Besuch zu Verwandten und Familie auf der anderen „Seite“ der Grenze nur unter strengen Auflagen überhaupt erlaubte.

Der Freiheitsdrang schlummerte in vielen Menschen in der ehemaligen DDR. Die Hoffnung und das Bangen endeten mit der Abwicklung der DDR, nach immensen Massenaufständen für die Freiheit. In den Tagen um den 3.10.1990 war es dann endlich soweit, die Staatsmacht der DDR erklärte öffentlich die Aufhebung der DDR. Der mit der Öffnung der Grenze am 9. November 1989 eingeleitete und nun besiegelte Fall des „eisernen Vorhanges“ brachte wieder zusammen, was zusammen gehörte.Als eine der ersten offenen Grenzübergänge, war es der Abschnitt zwischen Mecklenburg und Schleswig-Holstein, den wir dieses Jahr erkundet haben.

In Andacht an die Opfer des DDR-Regimes, sowohl an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, als auch in den Stasigefängnissen wie in Bautzen und anderswo, gedachte die Gruppe, mit dem Lied der Deutschen! Beim Singen des Liedes kam zum Eklat zwischen unserer Gruppe und einem Anwohner. Die Gruppe wurde von Polizeibeamten an der Abreise gehindert und drangsaliert.

30 Jahre nach dem Fall der DDR lassen sich immer noch ähnliche Methoden beobachten, um Freiheitskämpfer des 21. Jahrhunderts zu bekämpfen. Der Volksspruch „Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant“ hat bis heute leider Bestand.

 

BERLIN. Erneut sammelten sich, wie jedes Jahr am 3. Oktober, in Berlin hunderte Nationalisten und Patrioten am Hauptbahnhof, um zum inzwischen vierten Mal durch das Herz der deutschen Hauptstadt zu ziehen und ihren Forderungen Gehör zu verschaffen.

Entsprechend des JN Tagesthemas: „Befreiungskriege“ entschieden wir uns Teil des aktuellen politischen Freiheitskampfes zu sein. Während wir in diesem Bewusstsein demonstrierten, wurde man jedoch immer wieder auf die mitgebrachten Fahnen angesprochen.

„Was bedeutet JN?“, will so mancher Demonstrant wissen. Selbst einem Fernsehteam fallen wir auf, da wir als disziplinierter Block laufen und uns als Junge Nationalisten einen Namen in der Hauptstadt gemacht haben. Die Reporterin legt sofort los mit ihren Fragen. Wieso demonstrieren wir am Tag der deutschen Einheit? Was bewegt uns?

Man kommt recht schnell mit ihr ins Gespräch und merkt ihr auch sichtlich an, dass diese verwundert ist keine Parolen grölenden Szenemachos vor sich zu haben, sondern diesmal junge Deutsche, die mit Verstand ihre Fragen beantworten und sich nicht in Klischeebilder zwängen lassen. Die Antworten zu unseren Beweggründen schienen sie jedoch ein wenig zu überraschen:

„Wir wollen gleich unseren Großvätern und Urgroßvätern für die wahre Einheit und für die Zukunft unseres Volkes kämpfen. Wir wollen versuchen, uns an ihren Taten zu messen. Auch, wenn es heute natürlich andere Zeiten sind in denen wir leben, so ist doch wie damals unser Volk genauso bedroht. Diesmal jedoch nicht nur militärisch, sondern heutzutage zusätzlich noch moralisch, kulturell und vor allem auch biologisch. In den Reihen großer Töchter und Söhne unseres Volkes gehören heute auch wir als Junge Nationalisten zu den wahrscheinlich letzten Aufrechten inmitten der tosenden Stürme unserer Zeit die hier das Ruder noch einmal zum positiven herumreißen möchten.“

Nach etwa vier Stunden kommt die Großdemo am Alexanderplatz ihrem Ende entgegen.
Ein Platz, der nach dem früheren Zaren Alexander benannt wurde, welcher ein freundschaftliches Verhältnis zum damaligen König Friedrich Wilhelm pflegte. Die Bilder von damals gehen wieder durch den Kopf. Was müssen das damals für Zeiten gewesen, in denen man versuchte Europas Zukunft als Einheit zu formen? Wie kommen wir wieder dahin?

Unser Resultat: Streiten wir gemeinsam für eine bessere Zukunft, indem wir selbst stets an uns arbeiten und als Vorbilder für eine neue, bessere Zeit herhalten. Denn Vorbilder braucht Deutschland in Zeiten wie diesen mehr denn je!

 

NIEDERSACHSEN. Auf den Spuren des schwarzen Herzogs, einem Braunschweiger Helden der Befreiungskriege.

„Unser Landesvater ist gefallen!
Auf der Wahlstatt fleußt sein Theu’res Blut.
Nimmer soll sein Thatenruhm verhallen.
Ewig sei gepreist sein ed’ler Muth.“

Friedrich Wilhelm von Braunschweig, auch als der schwarze Herzog bekannt, starb den Heldentod im aktiven Kampf um die Freiheit Braunschweigs und aller deutschen Landesteile von der Fremdherrschaft durch Napoleon und seine Vasallen. Im Rahmen des bundesweiten JN-Aktionstages zum Thema „Befreiungskriege“ haben wir uns daher näher mit dem schwarzen Herzog beschäftigt und Monumente aufgesucht, die an ihn erinnern.
An unserer letzten Station berichtete der Stützpunktleiter der JN Braunschweig, Felix Hauschild, vom Mut, der Heimatverbundenheit und dem Idealismus, der in jenen dunklen Tagen der Fremdherrschaft über deutschen Landen lag und so gemeinsam die Freiheit zurückbrachte.

Die Blicke im Kreis unserer Aktivisten zeigten schnell, dass jeder begriff, dass wir heute an der selben Position stehen: In einer verzwickten Lage unter verrückter Herrschaft stehen wir trotz persönlicher Nachteile bereit, um für unser Land einzustehen und es zu retten.

Freiheitskämpfer – Damals wie heute!
JN voran!

Junge Nationalisten - Geschwister-Scholl-Str. 4 - 01591 Riesa    |    Impressum    |    Datenschutz