kryptonit.cc: Der Platzhirsch im Fadenkreuz der Justiz

25. März 2015

DRESDEN. Der Platzhirsch, drolliger Plüsch-Aktivist der Jungen Nationaldemokraten in Sachsen, steht im Fadenkreuz der Justiz. Nach mehr als einem Monat setzten Beamte der sächsischen Polizei heute morgen einen bereits am 11. Februar 2015 ausgestellten Durchsuchungsbeschluss durch. Gesucht wurde besonders nach „Datenträgern und Speichermedien auf welchen sich Bilder und Handlungen der „Anti-Drogen-Tour“ der JN-Sachsen […] befinden“, so das von Heiko Dargatz, Richter am Landgericht Chemnitz, unterzeichnete Papier.

Im Rahmen seiner Aufklärungskampagne besuchte der Platzhirsch im Juli des vergangenen Jahres neben etlichen anderen Schulen auch das Lessing-Gymnasium im mittelsächsischen Döbeln. Dabei immer wieder im Mittelpunkt der Auseinandersetzung: die Designerdroge Chrystal Meth, ein abscheuliches und lebensgefährliches Gebräu, das vor allem aus den Giftküchen im grenznahen Raum mittlerweile den gesamten Freistaat überschwemmt. Der Döbelner Schulleiter, Michael Höhme, brachte den Besuch zur Anzeige. Nach aktuellem Kenntnisstand sind mindestens 8 Freunde des flauschigen Kameraden von den repressiven Maßnahmen betroffen. Durchsucht wurden sowohl Privat- als auch Geschäftsräume. Informationen zufolge soll sich unter den Betroffenen auch der sächsische NPD-Vorsitzende Holger Szymanski befinden. Wie weiter berichtet wird, seien die Beamten vor allem durch ihr zum Teil aggressives und unverhältnismäßiges Auftreten aufgefallen. So sei es in einem Fall zu einer unbegründeten Festnahme und anschließender Durchsuchung der kompletten Wohnräume gekommen, berichten Betroffene.Paul Rzehaczek, Landesvorsitzender der Jungen Nationaldemokraten in Sachsen, stand kryptonit.cc für ein kurzes Gespräch zur Verfügung.

kryptonit.cc: Hallo Paul. Sachsens extrem linke Szene scheint trotz massiver Gewaltdelikte relativ unbehelligt von den Strafverfolgungsbehörden agieren zu können. Blockaden in Dresden, Angriffe auf Polizeireviere und Übergriffe auf einzelne Personen in Leipzig bleiben bisher ohne weitreichende Konsequenzen. Auch das von Bernd Merbitz geleitete „Operative Abwehrzentrum“ (AOZ) scheint hier eher einseitig ausgerichtet zu sein. Wie beurteilst Du vor diesem Hintergrund die heutigen Ereignisse?

Paul: Die Aktion ist eigentlich recht durchschaubar. Man versucht unsere Organisation und uns persönlich zu kriminalisieren. Während vor allem in der Region Leipzig die linke Szene Narrenfreiheit zu besitzen scheint, versucht man gegen uns mit aller Härte vorzugehen. Ein angeblicher Hausfriedensbruch, wo Flugblätter verteilt wurden, aber niemand verletzt oder etwas zerstört wurde, reicht hier als Begründung.

kryptonit.cc: Auch der Landesvorsitzende der Sachsen-NPD soll sich unter den Betroffenen befinden. Kannst Du das bestätigen?

Paul: Ja, obwohl er mit dieser Tour nichts zu tun hatte, ist auch er betroffen. Dies zeigt die Irrwitzigkeit dieser Aktion

kryptonit.cc: Das Verhältnis zwischen Partei und Jugendorganisation war in der Vergangenheit nicht immer spannungsfrei. Siehst Du, bedingt durch die heutige Aktion, die Gefahr einer erneuten Verschlechterung der Beziehungen?

Paul: Unser Verhältnis zur Mutterpartei war bzw. ist nicht so schlecht, wie es außerhalb unserer Strukturen oft hingestellt wird. Wir arbeiten vor allem hier in Sachsen sehr gut zusammen. Diese Aktion wird uns eher noch weiter zusammenschweißen. Zeigt sie doch einmal mehr, dass kameradschaftlicher Zusammenhalt und Solidarität untereinander unser Kraftquell sind.

kryptonit.cc: Wird die JN juristische Schritte gegen die Durchsuchungen einlegen?

Paul: Ja, wir werden eine Sammelklage einreichen.

kryptonit.cc: Als Mitbetroffener der heutigen Maßnahmen gebührt Dir das letzte Wort. Möchtest Du noch etwas sagen?

Paul: Unser Kampf um die Zukunft des deutschen Volkes ist auch durch Hausdurchsuchungen oder weitere Repressionen nicht zu stoppen. Wir kennen unseren Auftrag! Es wird nicht weniger Kampagnen gegen Drogen, Überfremdung und soziale Katastrophen geben. Der Platzhirsch plant schon seine nächsten Aktionen und die JN wird wieder dabei sein.Das so genannte „Operative Abwehrzentrum“ unter Leitung des früheren Volkspolizei-Majors Bernd Merbitz wird sich noch wundern, wozu die Jungen Nationaldemokraten in Sachsen im Stande sind. Wir bleiben jung – frech – kreativ!

 

Quelle

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