Auf in die nächste Runde: Das Euro-System verliert seine Grundlage

26. Januar 2015

Die Eurozone könnte in den nächsten Monaten kleiner werden. Führt man sich einige Verlautbarungen von Ökonomen und Politikern zu Gemüte, dann hört es sich so an, als würde sich das Eurodesaster bald von selbst lösen. Der Euro ist auf seinem tiefsten Stand seit 11 Jahren. Wohlgemerkt existiert er auch erst seit 2002 in barer Form. Die Entscheidung des EZB-Rates die Niedrigzinspolitik weiterhin zu betreiben und die Verkündung Mario Draghi´s künftig weiterhin Staatsanleihen zu kaufen, wird dabei nicht unbedingt zu langfristig guten Aussichten führen. Der Wahlsieg der Syriza, die eine Sparpolitik à la Troika ablehnt, sorgte gleich erst einmal für einen Einbruch des Eurowertes.

Für wenige Sekunden fiel gestern der Euro sogar unter die Marke von 1,11 US-Dollar. Angesichts der rasanten degressiven Entwicklung, wird der Euro vielleicht sogar noch vor der berühmten Prognose des Wall-Street-Strategen, Robin Brooks unter einen 1 Dollar sinken. Der Goldman-Sachs-Finanzhai stellte diese Prognose für Ende 2017 auf. Obwohl der Wahlerfolg der Anti-Spar-Partei in Griechenland an den Märkten erwartet wurde, ist der Verfall der europäischen Zwangswährung jedoch nicht minder schädlich (zumindest für die Sparer). Staatsanleihen, OMT-Programm und ein wahnsinniges Fiskalpaket mit dem Namen Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM) führen die Märkte genau dorthin, wo sich die griechische Politik derzeit hinbewegt. Die Verschenkung von Geldern ähnelt dem kommunistischen Endstadium. „Alles gehört allen“ könnte die alte-neue Parole der Europolitik sein. Nur ist diese alte kommunistische Forderung hierbei lediglich auf eine bestimmte Sorte von Menschen beschränkt. Die Gesellschaft profitiert nur scheinbar davon. Kurzfristiger auf Pump gewährleisteter Wohlstand wird langfristig zu einer Zerreißprobe für die europäischen Völker.

Der ifo-Forscher Hans-Werner Sinn sollte wohl Recht behalten, als er sagte: „Die Demokratie erlaubt die systematische Ausbeutung zukünftiger Generationen durch die jetzigen Wähler.“

Die JN kann es nur begrüßen, dass Alexis Tsipras (Parteivorsitzender der Syriza) heute zum Ministerpräsidenten Griechenlands gewählt wurde. Hoffentlich wird es die Geburtsfehler Euro und EU endlich zerreißen. Natürlich wird ein linkes Bündnis weder im alten Hellas noch auf europäischer Ebene die finanzpolitischen Probleme lösen können. Die Probleme werden aber für die EU umso größer. Zwar wird es den Griechen sowie allen anderen europäischen Gesellschaften zunächst nicht unbedingt besser gehen, wenn sie ihre eigene souveräne Nationalwährung wiedereinführen. Doch wird dies langfristig wieder zu einer Gesundung der europäischen Völker sowie des Verhältnisses zwischen ihnen führen. „Verspielt nicht eure Zukunft!“ heißt es in einem bekannten Buch. Genau das aber passiert, wenn wir die Bremse nicht bedienen. Die Europäische Union spaltet mehr als sie eint. Auch ein Hans-Werner Sinn sollte dies langsam einsehen. Die Idee eines vereinten Europas ist sicherlich nicht verkehrt, doch wird sie unter den Zeichen einer Zwangsdiktatur nicht standhalten können. Auch ein atmender Euro wird dies nicht vermögen. Die Finanzmärkte haben ihre eigenen Regeln. Das Problem ist nur, dass sie kaum einer versteht. Besonders jene, die heute am Zocken sind.

Die Party ist hoffentlich bald vorbei. Dann wird Europa wieder aufgeräumt! Die Forderung ist heute aktueller denn je: Raus aus dem Euro! Raus aus der EU! Für ein Europa der Vaterländer!

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