Die Aufgabe identitärer Kreise nach der Silvesternacht 2015/16

18. Januar 2016

Das ganze System ist dabei aufzubrechen, die Regierung generiert eine Schlagzeile über ihre Uneinigkeit nach der anderen und selbst der liberale Zeitgeist fängt an zu bröckeln. Deutschland wird immer öfter nun auch von einflussreichen Politikern und Medien für die europäische Krise verantwortlich gemacht, obgleich damit nur die völlig verantwortungslose Politik der Frau Makel und ihrer Koalitionspartner gemeint sein kann.

Wer die Medienberichte der letzten Tage, insbesondere seitdem die Vorfälle in der Silvesternacht 2015/16 ans Tageslicht gekommen sind (bis zum 4. Januar hat kein „Mainstream-Organ“ über die schrecklichen Ereignisse berichtet), genauer beobachtet, der verspürt auch eine gewisse Wendehals-Stimmung in Medien und Politik. Entrüstungen über die Vorfälle, Angriffe auf die Berichterstattung und selbst die Versuche von einem Teil der Regierung (CSU) seinem Unmut über die desolate Situation des Systems Raum zu verschaffen, zeichnen ein völlig anderes Bild, als man es noch aus dem Jahr 2015 kennt. Ja, es steht fest. Nichts ist mehr so wie vorher. Die Stimmung ist offensichtlich am Kippen und die Chance eine (zumindest) politische Wende herbeizuführen, ist größer denn je. Osteuropa spricht offen von der „Krise des Liberalismus“ in Westeuropa. Diese Krise, die auch identitäre Kreise schon immer vorhergesagt haben, wurde im Jahr 2015 zunehmend deutlicher und fand seine Zuspitzung während der Jahreswende. Selbst den Gutmenschen, die gestern noch an den Bahnhöfen standen, fällt es immer schwerer in die Hände zu klatschen oder Begrüßungsküsse für Flüchtlinge (die hat es wirklich gegeben!?) zu geben. Über ein Drittel der Deutschen ist massiv verunsichert und will künftig Menschenmassen meiden. Insgesamt zeichnet sich ab, dass der Apparat immer mehr an Glaubwürdigkeit einbüßt. Ein Blick in Kommentarspalten selbst bei einschlägigen Massenmedien (ausgenommen die, welche bereits die Kommentarfunktion gelöscht haben), gibt einen Einblick in die derzeitige Meinungslage, in der sich die bundesrepublikanische Gesellschaft befindet. Es ist der Anfang vom Ende einer jahrzehntelang anhaltenden  Autosuggestion der Deutschen.

Die „Teilenthüllungen“ der Medien und konservativer Kreise

Seitdem werden selbst von den Mainstreammedien „Teilenthüllungen“ publiziert. Die wirklich wichtigen Fragen werden dort natürlich weder aufgeworfen geschweige denn geklärt. Aber es ist ein Ruck in Richtung „sachlicherer Berichterstattung“ feststellbar. Die Meldungen über weitere Vorfälle überschlagen sich förmlich. Frauen fliehen aus dem Freizeitbad, weil „Refugees“ sie im eindeutig erkennbar erregten Zustand und mit obszönen Gesten bedrängen . In Schweden wird der 15jährige Arminas Pileckas von einem „Migranten“ getötet, weil er diesen an der Belästigung von Schwedinnen hindern wollte. Eine Chronik von diversen von „Migranten“ seit dem 3. Januar 2016 in Deutschland verübten Straftaten, kann hier abgerufen werden. Die Massenmedien berichten jetzt zwar etwas sachlicher, jedoch stellen sie nicht die wirklich wichtigen Fragen: Besteht ein Zusammenhang zwischen Islam, Herkunft und der Bereitschaft gegenüber Frauen Gewalt auszuüben? Waren die Verheißungen einer multikulturellen Gesellschaft falsch und unsachlich? Hat die Regierung versagt? Ist die Forderung nach grenzenloser Toleranz eine widernatürliche Forderung, die zum Zerreißen der Gesellschaft führen muss?

Häufig wird jetzt nach dem Rechtsstaat und schärferen Sicherheitsmaßnahmen gerufen, anstatt das Problem klar beim Namen zu nennen: Das Scheitern des Liberalismus. Das Multikultopia, das ist heute offensichtlicher denn je, ist eine Utopie von realitätsfremden Gesellen. Die ganze „Toleranzromantik“ entpuppt sich als Wunschvorstellung derer, die – entgegen ihrer Behauptungen – nicht ihren Nächsten lieben, sondern in ihren Wahnvorstellungen das Fremdartige als Identitätssurrogat annahmen. Die Medien verschleiern dies nach wie vor. Ihre Behauptungen, die meisten Flüchtlinge wären „friedlich“, klingen nach dieser autosuggestiven Wahrnehmungsstörung. Es ist dabei zu sehen, dass selbst konservative und patriotische Kreise nicht den Kern der Sache erkennen. Was wäre denn, wenn die Vorfälle in der Silvesternacht nicht passiert wären? Wenn die hier mittlerweile offen als Zuwanderer gehandelten „Flüchtlinge“ wirklich friedlich wären? Hätten wir dann keine Krise? Gäbe es dann etwa keinen Austausch der europäischen Völker gegen eine Mischlingsmasse, die angeblich zu einem großen Teil aus Akademikern bestehen soll? Die Berichterstattungen sowohl der Massenmedien als auch alternativer Zeitungen wie der „Jungen Freiheit“ sind lediglich „Teilenthüllungen“, weil sie zwar vereinzelt Symptome des todkranken Patienten aufzeigen, nicht jedoch die Ursachen für diese todbringende Krankheit.

Das Identitäre als treibendes Moment

Die Frage nach der Identität tritt bei den o.g. Kreisen immer häufiger in den Hintergrund. Die Forderung nach einer oberen Flüchtlingsgrenze (!?) verdeutlicht die substanzlose Betrachtung derselben sowie auch eine fehlerhafte Lagebeurteilung. Nun will der Autor keineswegs bestreiten, dass es schon immer Zuwanderung gab. Aber bedenken wir, dass die Zuwanderung, die für das deutsche Volk häufig auch bereichernd wirkte, eben keine von „Migranten“ war. Wir verwenden den Begriff „Migrant“ deshalb in diesem Kontext, weil er unserer Meinung nach nicht generell mit „Zuwanderer“ übersetzt werden kann. Wenn wir heutzutage von „Menschen mit Migrationshintergrund“ sprechen, denken doch die wenigsten an einen Russlanddeutschen oder einen Polen. Wir denken dabei an einen Vorderasiaten, wir denken an langbärtige Männer und Frauen in „Kopftuchkäfigen“. Nun schießen sich mittlerweile auch identitäre Kreise auf den Islam ein. Der Autor will auch die Gefahr dieses Ungetüms nicht unterschätzt wissen. Ihm ist klar, dass der Islam so wenig zu Europa gehört, wie der Bundes-Gauckler zur DDR-Friedensbewegung.

Der Islam ist dennoch nicht das konkrete Problem, das wir in Deutschland haben. Es sind die Menschen, die hinter dieser Religion stecken und noch vielmehr diejenigen Europäer, die die Ausbreitung derselben in ihren Gesellschaften voranbringen. Der Islam ist eine kulturelle Lebensweise, so wie es das Christentum auch ist (Hier sei darauf verwiesen, dass das Christentum mit seiner jahrhundertelangen Entwicklung uns Europäern näher steht als bspw. der Islam, der eine Sonderstellung einnimmt).  Der Mensch ist, entgegen der liberalen Auffassung, ein biologisch vorprogrammiertes Wesen. Wir wollen keinesfalls die Behauptung aufstellen, dass bereits von Geburt an feststeht, wie ein Mensch sich in bspw. 20 Jahren entwickeln wird. Diese These würde einer genaueren Untersuchung keinesfalls standhalten. Wir bestreiten also nicht, dass die Umwelt Einfluss auf das menschliche Verhalten hat. Dennoch widersprechen wir der These Marx‘, dass „das Sein das Bewusstsein bestimmt“ (verändertes Zitat aus „Volk“, Nr. 14, veröffentlicht am 06.08.1859). Demnach komme der Mensch als leeres Blatt (John Locke) auf die Welt, das im Zuge des Lebens beschrieben wird. Wir hingegen wissen heute, dass dieses Blatt zur Geburt bereits zu Teilen beschrieben ist. In welcher Relation, wissen wir nicht. Dennoch können wir nach dem heutigen Kenntnisstand sagen, dass „das Ererbte als bestimmender Faktor im menschlichen Verhalten“ (Eibl-Eibesfeldt) fungiert.

Diese Erkenntnis lässt auch einen ganz anderen Blick auf die Ereignisse zu. Das in einer europäischen Gesellschaft völlig inakzeptable Verhalten vieler „Migranten“ ist also nicht nur eine Erscheinung ihrer Religionszugehörigkeit. Sie korrelieren zwar offensichtlich miteinander. Dies können wir jedoch auf eine signifikante biologische Komponente zurückführen. Thilo Sarrazin wies in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab – Wie wir unser Land aufs Spiel setzen“ nach, dass Intelligenz und Verhalten mit der Herkunft einhergehen. Selbst die vermeintlich „Deutschen“, welche nach orwell’schem Neusprech keine „Migranten“ mehr sind(1), pflegen ähnliche Verhaltensweisen und sind nicht in der Lage sich zu integrieren. Integration setzt immer Assimilation voraus. Wir können beobachten, dass Franzosen, Engländer, Russen, Polen et al. sich schnell in unserer Gesellschaft assimilieren, während zumeist aus Anatolien stammende „Migranten“ sich verweigern und ihre Identität behalten.

Die heute auch in „identitären Kreisen“ häufig zu hörende Forderung nach Integration, wird deshalb das derzeitige Problem auch nicht lösen können. Vielmehr verstärkt es das noch. Der Deutsche leidet unter einer Identitätsstörung. Der Schuldkomplex, der den Deutschen seit der Beendigung des 2. Weltkrieges durch die jetzt so oft beklagte „Poilitical Correctness“ (?) eingehämmert wurde, führte zur Identitäts-Phobie. Der Deutsche krankt wie kein anderes Volk in Europa an der Angst vor Identitätsstiftung. Der liberale Zeitgeist schuf einen phobisch sich in seinen vier Wänden verkriechenden Individualisten. Unter Identität wird hierbei das Bewusstsein von bindenden sowie trennenden Elementen mit der Umgebung verstanden. Wer nicht mehr weiß, wer er ist, wird auch nicht mehr wissen, wer er nicht ist. Der Verlust von Identität ist das größte Problem der Deutschen. Sie ist letztlich der Schlüssel zur Selbsterkenntnis. Erst wenn wir wissen, was wir nicht wollen, können wir ganz sicher wissen, was wir wollen. Die Grundvoraussetzung einer jeden Gesellschaft oder eines sich in einem Staat konstituierenden Volkes.

Die Identitären als vorantreibende Kraft der Protestbewegung

Angesichts der oben beschriebenen Lage, kann ein entscheidendes Ereignis ausreichen, um „die Krise des Liberalismus“ zur Metamorphose der politischen Lage zu führen. Es gibt einige Hinweise darauf, dass das Establishment seine Macht verliert. Der stetige Verlust der Glaubwürdigkeit des Systems, beeinträchtigt zugleich den psychologischen Einfluss auf das Volk. Noch befinden wir uns zwar nicht am „Vorabend der Revolution“, doch es bröckelt. Das System wird die Repressionsschrauben noch festerziehen. Wahrscheinlich wird es über kurz oder lang auch zu Zusammenrottungen von Deutschen kommen, die ihre Sicherheit nicht mehr vom Staat gewährleistet sehen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses System noch einmal einschwenken und auf Forderungen der Protestbewegung eingehen wird, ist nicht hoch, dennoch als potenzielle Gefahr zu betrachten. Sollte das System, bestehend aus korrupten Elementen, die ihre Großmutter für einen Stück vom Kuchen verkaufen würden, auf die bald schon lauter werdenden Forderungen der bürgerlichen Protestbewegung eingehen, besteht die Gefahr, dass der wachsende Protest wieder abflaut. Die Protestbewegung besteht zu einem großen Teil aus bürgerlichen Elementen, die sich von der Regierung „kaufen lassen“ würden.  Die heutigen Machthaber würden weitermachen wie bisher. Als Dank für die Machterhaltung bekommt das Volk eine (biologische) Laufzeitverlängerung von 5, 10 oder 20 Jahren. Die nächste Generation jedoch könnte auf keinen Fall gesichert werden. Die bürgerlichen Protestler sind noch nicht so weit, dass sie die Spielregeln dieses Systems gänzlich durchschauen. Sie sind noch zu naiv und viel zu sehr auf ihren Eigennutz ausgerichtet, als dass sie den Protest allein zu einem Widerstand formen könnten, um somit eine Metamorphose des politischen Systems hervorzurufen. Sie würden sich mit der Erfüllung einer Obergrenze zufriedengeben und das Lied der Integration nachsingen. Der große Austausch könnte dadurch nicht aufgehalten werden. Er würde sich höchstens noch um ein paar Jahre nach hinten verschieben (Laufzeitverlängerung).

Deshalb muss es die Aufgabe einer identitären Bewegung sein, die Protestbewegung voranzutreiben. Sie muss sich mit ihr verbinden, ohne dabei ihren Prinzipien untreu zu werden. Dabei kann es nicht darum gehen den Protestlern hinterher zu traben. Es muss darum gehen, sie ganz vorne an der Spitze zu unterstützen und sie somit auf den identitären Standpunkt emporzuheben. Es gilt, dieses identitäre Moment, das biologisch vorprogrammiert ist, in seiner Propaganda und Agitation hervorzuheben. Die Identität ist, wie wir oben gesehen haben, entscheidend für die Erkenntnis der Zusammenhänge des Lebens. Alles muss ins Nichts manövriert werden, was nicht von dieser Substanz ausgeht. Victor Orbán erkennt die derzeitige „Flüchtlings“krise richtig als „Krise des Liberalismus“. Wir gehen noch einen Schritt weiter und wagen die These, dass der Liberalismus gescheitert ist. Er ist gescheitert, weil er einem naturwidrigen Weltbild aufsitzt, das von der Gleichheit aller Menschen ausgeht. In einer Welt, in der der Mensch tatsächlich als „Blanko“ (John Locke) zur Welt kommt, wäre dieses Weltbild wahrscheinlich nur konsequent. In der Realität führt es zu seiner Selbstzerstörung. Das System wird deshalb an sich selbst scheitern. Deshalb kann die Aufgabe der identitären Kreise nach der Silvesternacht 2015/16 nur sein: Bis zum Zeitpunkt des Systemscheiterns den bürgerlichen Protest zum identitären Widerstand zu forcieren.

 

John Trichet

(1) Hier sind in Deutschland geborene „Menschen mit Migrationshintergrund“ gemeint.

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