Die mit der größten Fresse…

27. April 2016

Sie sind die einzig wahren Vertreter einer volkstreuen Bewegung. Gerne geben sie sich als weltanschaulich unfehlbar und lassen keine Gelegenheit aus, dies auch ihrer Umwelt ständig aufs Butterbrot zu schmieren. Sie wissen genau, was richtig und was falsch ist. Sie erklären Dir, wer ein Deutscher ist und wer nicht. Sie wissen alles. Sie belehren Dich und werden nicht müde alle anderen anzukreiden. Sie sind die ständigen Einpeitscher, ohne die die Bewegung sich keinen Millimeter bewegen würde. Wenn sie nicht wären, gäbe es keine Zukunft, so möchte man meinen, hört man ihnen zu. In ihrer Gegenwart bekommt auch der belesenste Aktivist das Gefühl im Vergleich ein Schmalspurhirn zu sein. Sie sind die Elite, die politischen Soldaten und sie betonen es, wo es nur geht.

Wer kennt sie nicht, die Großmäuler? Wie viele habe ich kommen und gehen sehen. Kennt ihr diese Karnevalsfaschisten? Die Sprüche können nicht radikal genug klingen. Das Aussehen ist zumeist extravagant und  trifft man auf mehrere dieser seltenen Exemplare gleichzeitig, so scheint man Zeuge eines Wettstreits zu werden, bei dem derjenige gewinnt, der einer in dieser Zeit recht umstrittenen Person aus der deutschen Geschichte am ähnlichsten sieht. Sie sind schon gar nicht mehr aus dem bundesrepublikanischen Mediengetümmel wegzudenken. Sorgen sie doch in obligatorischer Regelmäßigkeit für Schlagzeilen. Zumeist landen diese Vögel vor Gericht, verlieren ihren Arbeitsplatz (vorausgesetzt sie gehen überhaupt einer Arbeit nach) und dann vergessen sie plötzlich alles, was sie gestern noch vorgaben für richtig zu befinden. Zumeist fällt ihnen dann ein, dass sie sich schon immer nach Anerkennung sehnten (welch Überraschung), diese nur bei den Demokratiefeinden bekamen und somit in einen Sumpf aus Vorurteilen und Hass gezogen wurden. In Wirklichkeit sei man immer ein guter Demokrat gewesen. Doch wurde einem die Chance auf ein Stück dieser glückseligen Welt des bunten Treibens über Jahre genommen, indem man auf die falschen Leute hörte. Kein Wort davon, dass man andere versuchte zu verhetzen und jene als schlechte Nationalisten verklärte, die sich zur Vielfalt der Völker bekannten, anstatt schnöden Chauvinismus zu predigen. Manche Angehörige dieser seltenen Spezies verwirklichen ihre Persönlichkeit später auf spanischen Inseln und frönen einem Lebensstil, den sie zuvor noch gut zu verstecken wussten. Andere entdecken plötzlich ihren Verfassungspatriotismus, den man wohlgemerkt zuvor noch vehement bekämpfte, und schmiegen sich in peinlichster Manier der neuen „Alternative“ an. „Hätte es die schon vor ein paar Jahren gegeben“, denken sie sich, „dann wäre es nicht so weit mit mir gekommen.“ Manipulatoren, groteske Protagonisten und teilweise durch ihr schauspielerisches Talent erkennbare Gestalten sind sie. Gestern noch Angestellter der Fraktion, heute „Flüchtlings“beauftragter der Region.

Ihr seid schlimmer als unsere Feinde. Ihr seid schlimmer als unsere politischen Gegner. Während sie sich wenigstens zu ihren unnatürlichen Vorlieben und verqueren Ansichten bekennen, hängt ihr eure Fahne in den Wind und haltet nach dem besten Geschäft Ausschau. Ihr seid erbärmlich und ehrlos. Ihr seid arme Wichte und eurer einziger Verdienst wird es letztlich sein, dass ihr mit eurem Verhalten wenigstens den Letzten deutlich macht, dass es Menschen gibt, die keine zweite Chance verdient haben.

Ich wünsche euch ein langes Leben und viele Spiegel, in denen ihr eurem Antlitz frönen könnt.

Verfasst von John Trichet am 25.04.2016

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