Die USA relativiert Abzugstermin!

31. Dezember 2010

 

Hätten wir es anders erwartet? NATO Oberbefehlshaber David Patreaus relativiert  jetzt das bisher den Medien genannte Abzugsdatum der US-Truppen weiträumig.  So hatte US-Präsident Barrack Obama (wir berichteten) vor Monaten noch großspurig einen Beginn des amerikanischen Truppenabzugs für Juli 2011 verkündet. Wohl um dem weltweiten Druck gegen die erfolglose Operation und die zunehmende Kriegsmüdigkeit der beteiligten Nationen entgegenzuwirken.  Die Zeit rückt näher und flugs, Patreaus nimmt die Konkretisierung aus der Aussage seines Präsidenten.

 

Da seinen Darlegungen zufolge der Krieg in Afghanistan jahrelang ohne konkrete Strategie geführt wurde, könne man den Abzugstermin nun nicht plötzlich in Stein meißeln. Die Herstellung amerikanischer Dominanz, auch nach 9 Jahren alles andere als geglückt, lasse sich jedoch durch das aktuelle, zukunftsfähige Konzept erreichen, so seine Meinung. Der Krieg unterdes wird immer schmutziger, brutaler und lässt viele Parallelen zur Militärintervention der Roten Armee ziehen.

 

Im Frühjahr des nächsten Jahres soll sich schließlich entscheiden, ob der Abzugstermin gehalten werden kann.  22 Jahre zuvor, am 15. Februar 1989 verließ der letzte Angehörige der Roten Armee resigniert das völlig zerstörte, nie zu kontrollierende Land. Selbst beim Abzug wurden die sowjetischen Truppen zum damaligen Zeitpunkt noch durch die Aufständischen angegriffen und in harte Kämpfe verwickelt. Afghanistan wurde zum sowjetischen Fiasko in dessen Folge ein Jahr später mit den Unabhängigkeitserklärungen der bisherigen Unionsrepubliken Litauen und Georgien der vollständige Zerfall der einstigen Weltmacht einherging.

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