Erlebnisbericht vom Antikriegstag

31. Dezember 2010

Es war der späte Freitagabend mitten in Kiel. Aktivisten und Interessenten der JN Kiel bereiten sich auf den kommenden Tag vor, denn der Antikriegstag in Dortmund rief zur Tat! Die Lage direkt vor der Demonstration blieb unklar, da seitens der Polizei ein Verbot ausgesprochen worden war. Trotzdem mobilisierte man mit freien Nationalisten aus S-H weiter bis zuletzt und trat in den frühen Morgenstunden die Reise an.

Die Anreise gestaltete sich als absolut unproblematisch. Weder antideutsche Gegendemonstranten, noch polizeiliche Überwachung waren während der Busreise zu notieren. So hatten wir bereits auf einer Raststätte die Gelegenheit dazu, einer Seniorengruppe ein paar Exemplare vom JN- Material gegen den Afghanistaneinsatz zu überreichen und mit einigen Herrschaften ein konstruktives Gespräch zu führen.

Mit viel Idealismus und kameradschaftlicher Stimmung begingen wir danach die restliche Busreise, immer abwartend welche Neuigkeiten es bezüglich der Demonstration geben würde. Mit Freude wurde dann auch die Aufhebung des Verbotes durch das Bundesverfassungsgericht aufgenommen, um kurz darauf allerdings mit Argwohn auch gleich die polizeiliche Auflage zur Abhaltung einer Kundgebung ohne Demonstration zu vernehmen. Wie im letzten Jahr hat die Polizei es geschafft die seit langer Zeit angemeldete Demonstration künstlich zu kastrieren. Denn die vorher abzuschätzende Stärke von Gegenmaßnahmen durch den politischen Gegner ist schlicht unglaubwürdig für einen “polizeilichen Notstand”. In dem Glauben an die Ungerechtigkeit der Entscheidung, die von einer politisch indoktinierten Polizeiführung geführt wurde, suchten wir dann konstruktiv nach einer Alternative. Diese fand sich auch als wir den Rest des Weges nach Dortmund mit Bahn bestritten. Anstatt wie von den Herrschenden geplant uns direkt zur Kundgebung geleiten zu lassen, stiegen wir vorher aus dem Zug und gaben der nationalen Jugend die Gelegenheit auf der Straße ihren Unmut über Überfremdung, westlichen Imperialismus und Kapitalismus zu äußern. Lautstark zogen rund 500 Jungs und Mädels durch Wohn- und Gerwerbegebieten im osten von Dortmund. Es war ein Gefühl der Freiheit und Wut, die sich in den Chören der aktiven, der unbequemen jungen Menschen entfesselte. Niemand stand uns im Weg, denn die Antifa konzentrierte ihre mühsam zusammengetrommelten Kräfte am Hauptbhanhif. Auch die Polizei war überrascht vom spontanen Initiativgeist der Aktivisten und schaffte es erst nach einer guten Stunde – unter zu Hilfe nahme mehrer Hundertschaften – uns einzukesseln und somit die Spontandemonstration zu beenden. Trotz dieses unschönen Endes unserer öffentlichkeitswirksamen Aktion, blieben wir friedlich und warteten die Reaktion der Sicherheitskräfte ab. Diese brauchte dann auch mehrer Stunden um festzustellen, dass unsere Spontandemonstration gegen die Auflagen der Kundgebung verstiessen hätten. Eine äußerst fadenscheinige Begründung, da wir zum Zeitpunkt der Spontandemonstration – nach geltenem Recht – keine Teilnehmer der unter Auflagen stattfindenen Kundgebung waren. Konsequenz aus dem unkonsequenten Verhalten der Polizei war dann die kollektive Verteilung eines Platzverweises für alle gekesselten Mitstreiter. Nach teilweise unangenehm penibler Leibesvisitation mit anschliessender Ausweiskontrolle wurden wir, in Busse verfrachtet und aus der Stadt Dortmund herausgeleitet.

Unsere Gruppe aus Schleswig- Holstein vereinte sich in Hamm wieder, musste jedoch feststellen, dass ein junger Kamerad nicht anwesend war. Dieser hatte bei seinem ersten Besuch einer Demonstration seinen Ausweis im Bus vergessen. Dieser Umstand veranlasste die Polizei den erst 16-Jährigen stundenlang bis 21 Uhr in Dortmund in einer Sammelzelle zu behalten. Wir warteten selbstverständlich bis er wieder bei uns war ,freuten uns ihn wohl auf wieder in unseren Reihen begrüßen zu können. Für ihn wird diese Erfahrung prägend gewesen sein, de facto hat er erlebt unter welchen, oft fadenscheinigen Gründen Polizeirepression stattfinden kann.

Trotz dieser kleinen Schikane kann die JN aus Kiel ein positives Fazit ziehen. Denn neben der Spontandemonstration und dem disziplinierten Auftreten des Widerstandes, haben die JN- Aktivisten die Zeit in Hamm dazu genutzt eine größere Flugblattverteilung in der Innenstadt und am Bahnhof durchzuführen und so über den imperialistischen Krieg in Afghanistan eine nationale Alternative und Opposition zu präsentieren. Auch während der Aktion in Dortmund konnte der Bürger direkt mit Flugblättern erreicht werden. An dieser Stelle sei gesagt, dass auch die JN in Kiel es forcieren wird die JN Kampagne gegen den Afghanistaneinsatz (raus-aus-afghanistan.de) durch Schulung und Aktionismus weiter zu unterstützen.

Erschöpft und mit vielen Impressionen nahmen wir dann am Abend die Rückreise auf uns und wir konnten wieder einmal verzeichnen, jede Tat bringt Veränderung!

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