Führungswechsel!

31. Dezember 2010

Beitrag von www.raus-aus-afghanistan.de

 

Den Befehl über die 150.000 ausländischen in Afghanistan stationierten Soldaten hat er übernommen. Gewohnte Reden in streng amerikanischer Militärmanier eines Vier-Sterne- Generals – „Ziel des Afghanistan Einsatzes sei ihn zu gewinnen“ tönt er bei seinem Besuch im Einsatzland. Das Ziel des 57-jährigen David Petraeus gilt als sicher und hat unzweifelhaft geradlinig zu sein. Sein Vorgänger Stanley McChrystal wurde schließlich wegen abfälliger Bemerkungen über Vertreter der US-Regierung abgelöst. Zudem soll er in einem internen Nato-Rundschreiben eine düstere Bestandsaufnahme der aktuellen Lage in Afghanistan gezeichnet haben. Die Wahrheit kommt nicht immer gut an, das sollten Männer wie Stanley McChrystal eigentlich wissen. Unter anderem gab er an, dass die westlichen Invasoren in den letzten 6 Monaten keinerlei Fortschritte zu verzeichnen hätten.

 

Sein Nachfolger Petraeus, dem in Amerika große Hochachtung wegen seiner Leistungen im Irak-Krieg entgegen gebraucht wird, soll es nun also bewirken. Sicherheitslage, innere Stabilität, Aufbau, Ausbildung und Loyalität der afghanischen Armee – nur einige Dinge denen er zu begegnen hat. Denn allein die im Aufbau befindliche afghanische Armee soll bis Oktober 2011 eine Sollstärke von über 170.000 Soldaten haben, die Polizeieinheiten von immerhin 134.000 Mann.

Grundsätzliches zu ändern beliebt ihm jedoch nicht, vielleicht eine Entspannung im Verhältnis der US-Soldaten zur Zivilbevölkerung so argumentiert er schon etwas kleinlauter. Amerikanische Soldaten glänzen ständig durch teils blutige Vorfälle auf die Bevölkerung was zuletzt bereits zu drastischen Ermahnungen durch Afghanistans Präsidenten Karzai führte. Vielleicht etwas mehr tun für den Schutz der ausländischen Soldaten und der afghanischen Verbündeten. Ansonsten bleibt die Strategie wie gehabt.

Wir dürfen gespannt sein und wollen zugleich daran erinnern, dass Barack Obama höchstpersönlich verkündete, die USA ziehe ab 2011 ihre Truppen aus Afghanistan ab. Momentan wäre dies wohl ein Rückzug der an die teils dramatische Evakuierung der Roten Armee vor über 20 Jahren erinnert.

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