Globalisierung, Bienenzucht und Nahrungsmittelversorgung

06. Mai 2016

Ein paar ganz zufällige Gedanken am 1. Mai

Ich hatte am 1. Mai, beim Besuch eines Gärtnermarktes im sogenannten Findlingspark in Nochten/Oberlausitz-Niederschlesien ein interessantes Gespräch mit einem Gärtner und Imker über den Bienentod. Er widersprach meiner Annahme, dieser sei ein Rätsel. Er stellte vielmehr fest, der Grund sei sehr wohl bekannt, genauso wie die Möglichkeit zur Bekämpfung. Der wichtigste Grund für den Bienentod sei nämlich eine bestimmte Milbe, die die Bienen befällt und aus ihnen Nahrung saugt. Dabei überträgt sie in einem bestimmten Prozentteil der Fälle, ähnlich wie bei den Zecken in bezug auf die Übertragung der Borreliose-Bakterien, ein Virus auf die Biene, das diese individuell und offensichtlich auch genetisch, also in bezug auf die Nachkommen, schädigt.

Die betreffende Milbe ist offenbar durch die GLOBALISIERUNG nach Deutschland eingeschleppt und in den siebziger Jahren erstmalig hier als Bienenschädling erkannt worden. Seitdem hat sie sich hier immer mehr ausgebreitet und ist inzwischen zu einer ernsthaften Bedrohung für den Bestand der Bienen geworden. Ihre Ausbreitung betrifft aber nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt – mit wenigen Ausnahmen, wie etwa Neuseeland.

Diese Milbe kommt offenbar aus einer bestimmten Region, in der sie ursprünglich im ökologischen Gleichgewicht mit Freßfeinden lebte. In den Regionen, in die sie auswanderte, fehlen aber offenbar diese Freßfeinde. Deswegen kann sie sich dort schrankenlos vermehren. Das führt insbesondere dazu, daß nicht nur die gesunden, sondern auch die virusbefallenen Milben lange genug überleben, um Bienen zu befallen. Dadurch gehen immer mehr Bienenvölker durch die Viruskrankheit zugrunde.

Offenbar folgt dieser Prozeß, wie so viele andere, von der GLOBALISIERUNG ausgelöste, unausgewogene Prozesse in der Natur, einem exponentiellen Schema. Daher die jetzt erkennbare explosionsartige Entwicklung!

Es gibt aber, wie der Imker mir sagte, ein recht effektives Mittel dagegen: Durch die Verdampfung von Ameisensäure in den Bienenstöcken (durch die Bienenstocktemperatur von ca. 32 Grad) können die Milben abgetötet werden, während die Bienen selbst keinen Schaden nehmen. Diese Methode setzt aber ein konsequentes Handeln seitens eines Großteils der Imker voraus, woran es aber leider zu mangeln scheint. Also breitet sich das Bienensterben weiter aus, mit verheerenden Konsequenzen für die Nahrungsmittelversorgung.

Könnte es sein, daß die GLOBALISIERUNG auch in vielen anderen Hinsichten für uns Menschen und für die Natur verheerende Folgen hat, und daß auch diese nicht verhindert werden können, weil wir entweder, wie einige Imker, zu unwissend oder zu bequem sind, um richtig zu reagieren, oder aber, weil wir – im Bereich des menschlichen Miteinanders – von einer falschen politischen Ideologie daran gehindert werden?

PLA

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