Kriegseinsatz in Afghanistan fordert immer mehr traumatisierte Soldaten

31. Dezember 2010

Afgha_KN4-300x224Der Afghanistan-Einsatz hat die Zahl der traumatisierten Bundeswehrsoldaten auf einen neuen Höchststand befördert. Wurden im Jahr 2007 noch 149 Soldaten betreut, waren es ein Jahr später bereits 245 traumatisierte Soldaten. Im vergangenen Jahr wurde ein neuer trauriger Höchststand mit 466 Personen erreicht, der nun bereits wieder gebrochen wurde. In den ersten 9 Monaten diesen Jahres meldeten sich bereit 483 Soldaten mit Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS).

Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Steffen Moritz, erklärte die Zunahme mit “der steigenden Intensität der Einsätze und der zunehmenden Zahl der Soldaten im Einsatz”. Außerdem gebe es eine erhöhte Bereitschaft sich krank zu melden. Bei mehr als 80 Prozent der Fälle handelt es sich um Soldaten, die aus dem Afghanistan- Einsatz zurückgekehrt sind.

Die PTBS-Therapie dauert in der Regel zehn bis 60 Tage. Zu 40 Prozent werden die Soldaten stationär behandelt.Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, sagte, ihn verwundere die Zunahme psychischer Verwundungen nicht. “Schließlich finden vermehrt Gefechte statt [und] die Soldaten erleben nicht nur, dass der Kamerad neben ihnen verwundet wird oder fällt. Hinzu kommt das Selber-Töten-Müssen.” Erschwerend wirkt, dass von 42 psychiatrischen Dienstposten nur 24 Stellen überhaupt besetzt sind.

Neun weitere Bundeswehrärzte werden derzeit zu Psychiatern weitergebildet, sind aber erst 2012 für diese Tätigkeit einsatzbereit. Experten erahnen eine hohe Dunkelziffer und gehen von einem weiteren wachsenden Handlungsbedarf aus. Es ist höchste Zeit nicht nur die Symptome sondern die Ursachen dieser Krankheiten zu behandeln. Keine getöteten und traumatisierten Soldaten mehr für diesen schmutzigen amerikanischen Rohstoffkrieg!

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