Vom Aufbruch im 19. Jahrhundert – Von den Befreiungskriegen bis zur Reichsgründung

19. Januar 2013

Die Geschichte bezeugt uns im 19. Jahrhundert sovieles an Veränderung und Umschwung auf europäischem Boden. Da war die Herrschaft eines Napoleon Bonarparte , der einst auch ein Einiger Europas sein wollte. Die Industrielle Revolution löste eine altgegelaubte Welt ab, ebenso wie die Märzrevolution und ein Otto von Bismarck schöpfte aus einem noch gesunden Volksboden ein Deutsches Reich, dass sich seiner selbst bewusst wurde.

Die Art Geschichte zu verstehen

 

Diese Zeit also, erzählt uns die Geschichten, nicht nur von Fortschritt, dem Eisenbahnbau oder der Kohleindustrie, sondern auch von Helden und Persönlichkeiten, deren Geschichte und deren Ausgang wir heute kennen. Hier darf nicht die Absicht verfolgt werden, die Geschichte als vollendet und abgeschlossen zu betrachten, sondern eher als eine Geschichte von Charakteren, die zu ihrer Zeit lebten und aus ihren damaligen Erkenntnissen heraus gehandelt haben. Die Aufgabe unserer Generation muss es sein, eine solche Geschichtsbetrachtung sachlich und nüchtern zu führen und aus ihr heraus die nötigen Erkenntisse zu ziehen, um die Welt in ihren Grundlegenden zu verstehen. Ein Volk, dass seine eigene Geschichte nicht kennt ist kein Volk mehr, da es eines seiner wichtigsten Merkmale, gar eines seiner wichtigsten  kulturell-geistigen Güter aufgegeben hat. Erst wenn wir unsere Vergangenheit kennen, können wir die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten.

Die Geschichte ist also mehr als nur das Geschehene. Sie ist auch ein Grundstock unseres Wissens und sie ist vor allem geistiges Rüstzeug, dass uns Kraft, Mut und Volkswillen verleiht.
Gerade in Zeiten wie dieser ist es notwendig die Geschichte zu kennen und aus ihr zu lernen. Wir sind alle in eine Welt hineingeboren worden, die sich momentan und bereits seit vielen Jahren in einem gewaltigen Umschwung befindet. Die Zeichen des heutigen Geistes, lassen sich weniger anhand von Mut, Tapferkeit und einem Heroismus verdeutlichen. Trotzdem kann niemand mehr übersehen, dass jenes Europa, dass einst überall in der Welt als Abendland bezeichnet wurde, sich heute mehr denn je verändert. Es ist eine Veränderung nicht zum Guten, sondern zu allem Unmännlichen und Treulosen. Die heutige sogenannte Elite besteht nur noch aus Schmarotzern und Wichten, denen das eigene leibliche Wohl über dem Volke steht.

Von Napoleon und den Befreiungskriegen

Doch ein Blick in das 19. Jahrhundert lässt uns so manches mit dieser Zeit vergleichen. Als am 14. Oktober 1806 die preußisch-sächsische Armee eine verheerende Niederlage in der Schlacht bei Jena und Auerstedt erlitt, erlitt zugleich auch das gesamte deutsche Volk eine Niederlage. Mit der Vernichtung der preußischen Armee war eine gewaltige Macht gebrochen, mit deren Wegfall eine elendige Knechtung und Bevormundung der französischen Imperialisten gegenüber dem deutschen Volk folgte. Zuvor teilte sich nach der Schlacht bei Austerlitz das Deutsche Reich in drei Teile: Preußen, Österreich und dem Rheinbund, der unter französicher Hegemonie stand. Die darauffolgenden Jahre waren von der Politik des Rheinbundes gezeichnet. Dieser war ein Vasall des Herrschers und Kriegstreibers Napoleon I der seine Macht auf ganz Europa versuchte auszudehnen. Seine Herrschaft war jene Zeit der Hemmung und Zersplitterung. Auf der einen Seite standen die Arminius-Deutschen, die mühsam versuchten das zerstörte Reich wieder aufzubauen und auf der anderen finden wir die Flavus-Deutschen, die sich stets dem Anektierer anbiederten. Hier können wir jenen Zwiespalt vorfinden, der sich seit Anbeginn deutschen Menschenlebens in unserer Geschichte widerspiegelt. Es ist der Heldenmut auf der einen Seite, der die Schlacht im Teutoburger Wald zu Gunsten des germanischen Volkes entschieden ließ und die Zwietracht, die sich beim jungen Flavus bemerkbar machte, der die Germanen an Rom verriet. Von dieser Ursprungsgeschichte der Deutschen bis in die heutige Zeit, finden wir vielerlei solcher Beispiele.

Doch mit Verlauf der Jahre und einem sich anstauenden Zorn gegen die französische Besatzung raufte sich der nordische Geist innerhalb des Herzens Europas allmählich wieder auf. Mit der Niederlage der Franzosen auf russischem Gebiet, erstarkte vorallem im Norden Deutschlands wieder das Nationalbewusstsein. Psychologisch gewann das Volk wieder an Stärke. Es wurde selbstbewusster und viele Deutsche verstanden die Verluste im Rußlandfeldzug Napoleons als eine Bestrafung des französischen Hochmutes.

Im Oktober 1813 fand dann die berühmte Völkerschlacht bei Leipzig statt, wo Napoleon geschlagen wurde. Noch heute können wir das große Denkmal in Leipzig bestaunen, daß  uns daran erinnern läßt. Als der französische Kriegsherr dann 1815 entgültig in der Schlacht bei Waterloo geschlagen wurde, sollte eine Zeit der Nationwerdung einleiten.

Die Aufklärung: Aufblühender Nationalismus

Trotz bester Absichten und eines glühenden Nationalismus, wie er sich in diesen Jahren auf dem Schlachtfelde und zu Heim gezeigt hatte, kam es nicht zu der gewollten Einigung. Der Wiener Kongreß hatte zum Ergebnis, daß das einstige Reich eines Otto dem Großen  in 41 souveränen Einzelterritorien geteilt wurde. Unter Führung des Fürst von Metternich verfolgte auch der „Deutsche Bund“ eine Politik, die nicht im Sinne einer deutschen Einigung stand. Grund war das Festhalten einer marode gewordenen Hambsburger Monarchie, die sich den Entwicklungen der Zeit versuchte zu entziehen. Währenddessen machte sich die „Aufklärung“ auch in Deutschland, daß damals noch einem leise ausgesprochenen Traum entsprach, bemerkbar. In den Jahren von 1848/49 wurden Reformen über Reformen in Politik, Wirtschaft und dem gesellschaftlichen Leben gemacht. Die Märzrevolution stand vor der Tür. Jene Zeit, die ebenfalls von einem starken Nationalbewußtsein geprägt war. Nationalliberale und nationalistische Gruppen gewannen immer mehr an Bedeutung. Das Volk sehnte sich nach Unabhängigkeit und Einigung. Der Deutsche Gedanke wurde deutlicher und es schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis diese Nation Wirklichkeit werde.

In Preußen machte sich während dieser Zeit die Industielle und die Märzrevolution immer mehr bemerkbar. Der „Deutsche Zollverein“, der um 1834 ins Leben gerufen wurde, sorgte zusammen mit dem technischen Fortschritt  für ein Aufblühen der deutschen, besonders der preußischen Wirtschaft. Dieses war auch der Anfang einer deutschen Staatswerdung, wie sich 1866/71 später herausstellte. Zum „Deutschen Zollverein“ finden wir in Ploetz „Deutsche Geschichte – Epochen und Daten“ [6. aktualisierte Auflage; S. 221] folgende Anmerkung: „Hier ist wichtiger, daß seine Gründung eine unbeabsichtigte und ungeahnte Vorentscheidung über den deutschen Nationalstaat war. Es zeigte sich nämlich zusehends, daß er stärker anziehende und bindende Kräfte besaß als der schwächliche Deutsche Bund. Bis 1840 hatten sich bereits 23 Staaten mit 27 von 33 Millionen Deutschen (ohne die Österreicher) in ihm vereint.“

Otto von Bismarck und die Reicheinigung

Der wirtschaftliche Aufschwung und die fortschreitende Modernisierung in Technik, Landwirtschaft und anderen Bereichen sorgten in den 1860´er Jahren für eine machtpolitische Erstarkung des preußischen Staates. Hier tritt besonders eine Person hervor, die maßgeblich die Nationwerdung des deutschen Volkes vorantrieb. Der 1865 gewordene Graf Otto von Bismarck beeinflußte hierbei entscheidend nicht nur die preußische, sondern auch die ganze deutsche Staatslenkung. Mit diplomatischen Geschick, einem eisernen Willen und viel Hingabe für eine Idee eines vereinten deutschen Vaterlandes schuf dieser Genius preußisch-hollenzollern´scher Politik ein Reich in dem fast alle Deutschen geeint werden sollten.

Besonders im Jahre 1866 als der „Deutsche Krieg“ zwischen dem österreichisch geführten „Deutschen Bund“ und Preußen ausbrach, machte sich deutlich, wo sich die Politik der Deutschen  hinbewegt. Die Folge war der „Prager Frieden“ vom 23. August 1866, der den Deutschen Bund zur Auflösung zwang und die Sicherung der Vorherrschaft in norddeutsche Hände legte. Ein Jahr später gab sich der „Norddeutsche Bund“ eine Verfassung und wurde somit der erste Bundesstaat auf deutschem Boden. Dieser erstreckte sich über das Gebiet nördlich der Mainlinie. Seine Farben waren Schwarz-Weiß-Rot und sein Bundeskanzler war der zugleich auch als Ministerpräsident tätige Otto von Bismarck.
Es ist hierbei zu sagen, daß wie oben schon erwähnt, Österreich stets einer Deutschen Staatswerdung im Wege stand. Die Habsburger Politik war nicht darauf ausgerichtet dem deutschen Volk Selbstbewußtsein und Heimat zu geben. Unter der Führung Fürst von Metternichts wurden nationale wie liberale Bewegungen auf deutschem Reichsgebiet bekämpft. Die ganze politische Ausrichtung war bedacht auf dem Machtausbau Österreichs. Es wurde nicht erkannt, daß zusammen mit der Ostmark und der Steiermark das deutsche Volk geeint wäre. Es wäre mächtig und prachtvoll gewesen. Der Weg zu einer Nationwerdung wäre bei weitem einfacher gewesen und die Stellung des deutschen Volkes auf europäischen Boden unangefochten. Doch dies werden wir leider nie erfahren, da sich bekannterweise die Geschichte anders entwickelte.

Am 19. Juli 1870 erklärte Frankreich unter Napoleon III dem Norddeutschen Bund den Krieg, worauf auch die drei süddeutschen Staaten Bayern, Baden und Württemberg an die Seite des Bundes rückten. Nach dem Deutsch-Dänischen und dem Preußisch-Österreichischen Krieg sorgte dieser dritte und letzte Deutsche Einigungskrieg zur Reichsgründung im Jahre 1871. Der Ausgang war die Einigung der deutschen Staaten zu einem Reich. Die vielen Millionen Deutschen aus allen Teilen des deutschen Reichsgebietes fühlten sich zueinander verpflichtet. Man wurde Gemeinschaft in dem man gemeinsam eine Zeit des Krieges überstand. In einer Zeit, in der Deutschland von allen Seiten eingekreist schien. So war es am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal des Schlossen von Versailles. Hier wurde die Kaiserproklamation ausgerufen. Der preußische König Wilhelm 1. nahm die Kaiserwürde entgegen und das Volk wurde eins.

Otto von Bismarck, der zu dieser Zeit bereits den Zusatz „Fürst“ erhielt, ist es zu verdanken, daß es zu einer Reichsgründung nach einer kleindeutschen Lösung kam. In den Folgenden Jahren blühte Deutschland wieder auf. Das heute in aller Welt berühmte Volk der Dichter und Denker, aber auch eines völkischen Sozialsystems war wieder an der Spitze Europas angelangt. Einen harten Kampf und einen weiten Weg legte es zurück. Viel Blut mußte den Boden erst durchtränken bis doch zum Schluße das Volk in einem Reiche geeinigt wurde. Die Zeit sollte zeigen, daß der Feind eines erstarkten deutschen Volkes nicht so einfach zusehen wollte. Die beiden Weltkriege waren die Folgen eines gelebten Traumes auf der einen und einer von Neid geplagten und von einem judaistisch-materialistischen Geist getriebenen Seele auf der anderen Seite.

Fazit

Nun schauen wir, die heutige Generation, auf diese Zeit zurück und müssen uns fragen, was wir daraus lernen können. Wir haben bereits gesehen, daß diese unsrige heutige Welt, nicht die eines nationalen Aufbruchen ist. Betrachten wir uns jedoch den Ausgang des „Dreißigjährigen Krieges“, die langwierige Bedeutungslosigkeit des deutschen Volkes in der Welt, die er zur Folge hatte und die Besetzung deutschen Bodens durch französische Truppen Anfang des 19. Jahrhunderts. Auch hier finden wir einen nationalen Zusamenbruch, das Brachliegen von Kultur, Geist und Schöpfung. Dennoch hat sich dieses Volk, daß zwar erkrankt war, doch immer noch einen gesunden Kern in seinem Körper geborgen hielt, wieder aufgerafft. Mehrere Jahrhunderte sollte es dauern, bis sich wieder ein Volk einigte und Deutschland seinem Namen auch gerecht wurde.

Wir haben gesehen, wieviel Not, Leid und Schmach unsere Vorfahren überstehen mußten, bis sie sich wieder fanden. Und genauso, wie in den Tagen der Befreiungskriege Persönlichkeiten, wie Ernst Moritz Arndt und Turnvater Friedrich Ludwig Jahn geistig wie kulturell wirkten, genauso müssen wir heute wirken. Denn diese geistige Einflußnahme auf die Jugend und somit auf unser aller Zukunft ist der Schlüssel zu einem freien, einigen Vaterland in einem freien und starken Europa. Der Eiserne Kanzler hat es verstanden seinen Einfluß nicht nur im Innland geltend zu machen. Er wußte den Einfluß von Persönlichkeiten und Charakteren richtig einzusetzen und somit den Weg zu ebnen, der zwar lange dauerte, jedoch letztlich zum Ziele, das Deutsche Volk in einem Reiche zu einigen, führte. Die Aufgabe der deutschen Jugend also ist es, seinen Einfluß auf allen Ebenen geltend zu machen, um ebenfalls auf den verschiedenen politischen, wirtschaflichen und gesellschaftlichen Ebenen zu wirken. Sie muß sich vernetzen und darf nicht Opfer seines eigenen Egos werden. Sie benötigt eine starke Führung , um jene auch zu einen, die sich bisher noch abseits der deutschen Widerstandsbewegung befinden. Sie braucht den Kontakt mit anderen Kameraden und Widerstandsgruppen im europäischen Ausland, um sich bereits im Vorfeld diplomatische Kontakte zu sichern. Sie können einem Europa im Sinne der Vaterländer dienen. Es bedarf dann nur noch eines gehörigen Mutes und einem Willen zur Macht, den Feind zu schlagen und Deutschland aus seinen Sklavenketten zu befreien.

So seien uns die Worte eines Mannes der Vergangenheit Geleit für weiterführende Gedanken:

„Wenn über einem Volke die dunklen, schicksalsbangen Wolken schwerer sittlicher und politischer Bedrängnis stehen und dieses Volk noch innere Kraft besitzt, dann steigen, von der Not gerufen, aus der Tiefe des noch unerschöpften Volksbodens einzelne überragende Männer, Führer, die reinen Herzens und klaren Sinnes dem Volke Weg und Ziele weisen.“

In diesem Sinne – Deutschland steh’ auf und Europa entzünde Dein Licht!

 

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