Der Baralong-Fall – Unbekannte Kriegsverbrechen im 1.Weltkrieg!

09. Dezember 2010

Eines der heimtückischsten Verbrechen Englands im 1. Weltkrieg war
   wohl die Versenkung des deutschen U-Boots U-27 durch die HMS Baralong. Diese
   war bewusst als neutraler Amerikaner getarnt, um so hinterlistig die deutschen
   Unterseeboote zu vernichten.

Es geschah im August 1915, U-27
   hielt am 19.August den englischen Dampfer Nicosian an. Um Torpedos zu sparen,
   wollte man ihn mit Sprengpatronen versenken. Daraufhin kam ein offensichtlicher
   Amerikaner in Sicht. Dieser war nicht nur an der Flagge gut zu erkennen,
   sondern auch an großen Schildern, mit Sternenbannern am Rumpf. Während dessen
   ließ Kapitänleutnant Wegener mit Geschützen auf die Nicosian feuern, um die
   Versenkung zu beschleunigen. Den vermeintlichen Amerikaner ließ man ungehindert
   herankommen, um die Besatzung des englischen Dampfers zu übernehmen.

Doch als der Amerikaner auf wenige
   hundert Meter heran kam, zeigte dieser sein wahres Gesicht und ließ die Klappen
   fallen, worunter sich die Geschützrohre verborgen hatten. Nun war der U-27
   Besatzung klar, der sogenannte Amerikaner
  
war ein „Wolf im Schafspelz“ und trug den Namen HMS Baralong. Der
   englische Hilfskreuzer Baralong begann sofort mit dem feigen Beschuss, ohne dem
   deutschen U-Boot auch nur einen Hauch von Chance zu lassen. Dessen Besatzung
   sprang in die See und schwamm in Richtung Nicosian. Die deutschen Seemänner
   wollten sich in die Rettungsboote flüchten, doch der englische Kommandant des
   Dampfers hatte seinen Leuten befohlen, jeden im Wasser schwimmenden Deutschen
   zu erschießen. Jedoch schafften es 4 Mann zu der Nicosian zu gelangen und sich
   an Bord zu verstecken. Doch nicht allzu lang. Ein Kommando der Baralong setzte
   über, durchsuchte das Schiff und erschoss sie auf der Stelle!

Nach Zeugenaussagen in der
   Verhandlung in New York am 21.Oktober 1915, gelang es Kapitänleutnant Bernd Wegener zum Bug der Nicosian zu
   entkommen. Er sprang ins Wasser und schwamm auf die Baralong zu und hob
   sichtbar die Hände aus dem Wasser. Sofort wurde dort das Feuer eröffnet und
   Wegener ermordet. Der Kommandant der HMS Baralong, Leutnant Kommandeur Godfrey
   Herbert, ermahnte danach die Besatzung der Nicosian zum Stillschweigen. Er erhielt die übliche Versenkungsprämie für
   ein U-Boot von 100 £.

 

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