Ein fast vergessenes Fest…

04. Oktober 2011

Erntedank in Nordsachsen

Noch halten sich Tag und Nacht die Wage, doch deutlich spüren wir, wie nun früh am Morgen der graue Nebel sich wie eine feine Decke über die abgeernteten Felder legt. Die Natur verliert langsam ihre Fülle und verabschiedet sich von uns in den herrlichsten Farben, die Kunstwerken gleichen. Der Sommer scheidet, Vögel ziehen in den Süden, Blätter fallen und der Wind bläst uns kälter um die Nase. So kündigt sich uns die dunkle Jahreszeit an.

Der Ursprung des Erntedankfestes reicht sehr weit in die vorchristliche Zeit hinein. Natürlich waren die Generationen vor uns noch viel näher an der Scholle, an ihrer Heimaterde und entwickelten daraus eine tiefe Dankbarkeit und Ehrfurcht für die Fülle der Natur aber auch für deren Macht. Dankbarkeit für die reiche Ernte, welche das Überleben der Sippe im kalten Winter sicherte. Man vergaß dabei auch nie das Gedenken an die Ahnen, welche uns einst den Boden urbar machten, dem man durch Fleiß und Tüchtigkeit doch so viel abgewinnen kann. Wir “modernen” Menschen heutzutage haben uns dagegen größtenteils entfernt von Scholle, Bräuchen und Traditionen. Wir haben die Dankbarkeit verlernt, nehmen uns was wir brauchen, müssen dazu nur in den nächsten seelenlosen „Discounter“ gehen.

Auch wenn die wenigsten von uns noch das befriedigende Gefühl empfinden dürfen, ihre eigene Saat ernten zu dürfen und damit den Lohn für eigene Mühe einzufahren, so konnten die Jungs und Mädels der JN Nordsachsen, Leipzig und Muldental doch am 2. Oktober die Bedeutung dieses Festes eindrucksvoll ergründen.

 

Mit viel Liebe zum Detail hatten die Gastgeber aus Nordsachsen eine feierliche Atmosphäre geschaffen. Eine große Erntekrone begrüßte die Gäste. Heimische Früchte, allerlei Gemüsesorten, Brot, Käse, Schinken und selbst gebackener Kuchen waren reichlich aufgetischt und luden zur ausgiebigen Vesper ein. Bei bestem Herbstwetter unter dem Himmelszelt lebte die Gemeinschaft das, für was sie auch täglich kämpft und einsteht: ihr Brauchtum – ihre ureigene Kultur!

Im Anschluss an einige Gedichtrezitationen und einen Vortrag zur Bedeutung des Erntedanks für unsere Art, folgten nicht nur Spiel und Spaß für die anwesenden Kinder. Auch die anwesenden Mannsbilder mussten sich untereinander in ihren Kräften messen. Bei Baumstammweitwurf, Baumstammnageln und Tauziehen wurde das Fest aufgelockert und fand sein Ende bei einer Flasche Malzbier und einem köstlichen Glas Saft aus heimischer Produktion.

Die JN Muldental und JN Leipzig bedanken sich für die Einladung und für die vorbildliche Ausgestaltung des Festes und wir wünschen uns, dass das Erntedankfest in Zukunft ein fester Termin in unserer Region wird.


„Seine Äste und Zweige in Freiheit hochrecken kann nur, wer seine Wurzeln tief in die Erde senkt.“
(Merrill Root)

 

JN Muldental

Weitere Bilder beim Aktionsbüro Nordsachsen.

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