Ein Tag in der BRD…

01. September 2013

doebeln_demoEs ist tief in der Nacht. Ruhig rauscht der Wind in meinem kleinen Dorf, die Äste rascheln und in der Ferne ruft ein Waldkauz. Neben mir schläft meine Frau genauso tief wie ich und unsere Tochter feiert heute ihren 3. Geburtstag.

Plötzlich ein lauter Knall, der Frieden der Nacht wird zerrissen von klirrenden Fenstern, lauten Schreien von schwarz gekleideten Männern, die mit Taschenlampen auf mich und meine Frau halten. Meine Tochter weint fürchterlich. Im zweiten Blinzeln erkenne ich Schußwaffen, die die Männer auf mich richten. Und immer wieder das Schreien: “Hände hoch!”

Es dämmert mir langsam, was hier los ist. Der Innenminister hat seine Hunde auf mich und meine Familie gehetzt. Nun stehen sie in meinem Haus, die Lefzen gewetzt, bereit äußerste Gewalt anzuwenden, was ich sofort erfahre, als ich vom Bett heruntergerissen werde und meine Arme auf meinen Rücken fixiert werden. Meine Frau höre ich nur schreien, ich sehe nicht, was die Auswürfe der Herrschenden mit meiner geliebten Frau anstellen.

Und die ständige Angst. – Meine Tochter? – Wo ist sie? – Sie schreit immer noch in ihrem Bettchen. Es sollte ein wunderschöner Tag für sie werden, im Kühlschrank wartete ein Schokoladenkuchen für sie. Sie wusste, heute passiert etwas Besonderes. Aber das war so nicht gedacht. Sie kam immer, wenn sie aufgestanden war, zu uns ins Bett. Nun traute sie sich nicht mehr heraus, eine Gestalt versucht auf sie einzugehen, aber das machte alles nur schlimmer.

Nun ging das Licht auch an, ich wurde auf das Bett gesetzt, mein Kind rennt sofort zu meiner halbnackten Frau und krallt sich tief in sie ein und schreit laut nach mir. Nur kann ich nicht, wie es sonst für sie selbstverständlich ist, zu ihr kommen.

Nun wird mir eröffnet, um was es geht. Nachdem ich zum wievielten Male frage, was diese Tumore hier wollen, eröffnet man mir: “Unerlaubter Waffenbesitz!”

Waffenbesitz? Ich habe keine Waffen, ich hatte nie Waffen. Ich hab mal eine Rose für meine Frau auf dem Jahrmarkt geschossen, damals, als wir noch frisch zusammen waren. Aber das war es dann auch. Nun soll ich Waffen besitzen?

Die Durschsuchung beginnt. Meine Wohnung wird von diesen Gwalttätern total zerstört. Sie suchen Waffen. Sie entkernen den Trockenbau im Bad mit Stemmeisen, treten unverschlossene Türen auf und wühlen alles durcheinander.

Doch sie finden nichts. Das macht sie noch wütender. Jetzt konfeszieren sie Küchenmesser, mein Arbeitsmesser. Und auch noch… -Meine Arbeit!- Seit nunmehr einer halben Stunde müsste ich auf Arbeit sein, meine Kollegen einteilen und den Berichtshefter des Lehrlings abprüfen. Auf die Frage nach einem Anwalt nur schallendes Gelächter, auf die Frage nach einem Telefonat auf Arbeit, freundliches Nicken. “Ja, wenn wir fertig sind.”

Dann, es ist um zehn Morgens, ist alles vorbei. Die Schergen des Systems sind weg. Lediglich ein paar Küchenmesser und das besagte Arbeitsmesser sind weg. Meine Tochter beruhigt sich den ganzen Tag nicht mehr recht. Ich sitze in der Küche, als es plötzlich klingelt.

Ich öffne die Tür und vor mir stehen sechs Kameraden. Sie haben es durch meine Frau erfahren. Sofort schnappt sich Karl und seine liebe Frau Maria meine Frau und meine Tochter. Sie nehmen sie zum Eisessen mit. Die Anderen kommen in die Wohnung, schnappen sich Besen, Müllsäcke und räumen auf. Eddie reicht mir sein Telefon. Ich soll auf Arbeit anrufen. Er grinst.

Als meine Familie dann um zwei Nachmittags nach Hause kommt, ist alles wieder hergerichtet. Nur die Türen sehen noch schlimm aus, die Fenster sind noch immer kaputt. Mein Anwalt kommt. Er sieht den Schaden, liest sich den Durchsuchungsbefehl durch und verspricht mir sofort mit der Arbeit zu beginnen. Eddie kennt auch einen netten Glaser, der verspricht sofort vorbeizukommen. Über den Zustand meines Hauses nach dem Besuch ist er entrüstet. Er hilft sofort. Auf die Frage der Bezahlung winkt er ab:”Das machen wir nächste Woche.”

Alle Freunde singen für meine kleine Prinzessin ein Geburtstagsständchen und die Kleine lächelt auch schon wieder. Für heute Abend habe ich alle Helfer zum Essen eingeladen, auch den netten Glasbauer und wieder habe ich gelernt:

“Als nationaler Sozialist bist du der Repression des Regimes faktisch schutzlos ausgeliefert. Doch die Solidarität unter uns, unter uns Deutschen, Kameraden, lässt die Welle der Repression in der Brandung der Solidarität brechen.”

 

Junge Nationalisten - Geschwister-Scholl-Str. 4 - 01591 Riesa    |    Impressum    |    Datenschutz