Natur erleben

27. September 2011

Zeugen vergangener Tage auf der Spur

Wenngleich der diesjährige Sommer vielen Wetterabhängigen nicht ganz das bot, was ein Sommer nun einmal bieten muss, werden wir jetzt entlohnt. Der Altweibersommer taucht unsere Heimat in ein grandioses Bild. Abgeerntete Felder, frisches Obst an den Bäumen, beginnende Herbstfärbung an den Waldrändern. Das alles bei herrlichem Sonnenschein – eine Wonne für unsere oftmals mit trüben, sorgenvollen Gedanken umgarnten Seelen. Der September lädt nur allzu deutlich dazu ein, hinaus in die Natur zu ziehen um Gedanken, Geist und Körper mit klarer, frischer Luft zu umringen.

Organisiert vom JN-Stützpunkt Börde zog es auch uns am vergangenen Wochenende hinaus in die Natur. Genauer gesagt in die Wälder der Grenzregion Sachsen-Anhalt / Niedersachsen. Zwischen Lappwald und den Zeugnissen unserer Vorfahren verbrachten wir so wiederum einen geselligen Tag inmitten junger Widerstandskämpfer. Zwischen altgermanischem Opferstein, alten Hügelgräbern und einer Räuberhöhle – wir meinen in diesem Fall nicht das örtliche Rathaus, sondern den Unterschlupf des im Zeitraum von 1835 bis 1843 in der Region aktiven Räuberhauptmanns Rose (bürgerlicher Name Carl Wallmann) – gab es viel Interessantes zu entdecken.

Inmitten schöner Wälder und weiter Felder hielten wir unter anderem inne an einem schönen Kriegerdenkmal. Die parkähnliche Anlage mit einem etwas märchenhaft wirkenden Turm beinhaltet die Gedenktafeln der hiesigen Gemeinde. Den Vorplatz säumen Grabsteine für die im Ersten Weltkrieg im Felde gebliebenen Dorfbewohner. Eine schöne Rede eines Aktivisten an Ort und Stelle setzte diesem Bild einen würdigen Rahmen.

Einen besonderen Schatten sollte der Tag über den in Sommerschenburg beigesetzten Generalfeldmarschall Graf Neidhardt von Gneisenau werfen. Gneisenau war als Militärangehöriger in der preußischen Armee unter Marschall Blücher maßgeblich an der Befreiung vom französischem Joch unter Napoleon beteiligt. Damals lag unser Vaterland über Jahre in tiefer Schmach und Pein und dennoch fanden sich Männer, denen das Schicksal ihrer Heimat und ihres Volkes zutiefst am Herzen lag. Gneisenau war einer von ihnen.  Nach seinem Tod im Jahr 1822 wurde sein Leichnam zunächst nach Wormsdorf überführt und provisorisch bestattet. Die Gruft wurde wiederum vom eingangs erwähnten Räuberhauptmann Rose im Jahr 1835 geplündert. Aus diesem Grund wurde Generalfeldmarschall Graf Neidhardt von Gneisenau endgültig in einem Mausoleum mit Denkmal in Sommerschenburg beigesetzt.

Viel Interessantes erfahren, den Tag an frischer Waldluft und Sonne verbracht, gute Gespräche geführt – ein schöner Tag inmitten unserer Gemeinschaft ging langsam zu Ende.

Doch schon bald wird es auch für uns wieder heißen: Hinaus in die Natur, hinaus ins wahre Deutschland!

 

 

JN Börde

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