Perspektivlos ins Leben

25. August 2011

Jugendarbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt

Einige Dinge werden sich wohl unter den gegebenen Verhältnissen nie ändern. Die Jugendarbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt sorgt in diesen Tagen einmal mehr für negative Meldungen. Vorweg: Unser Bundesland rangiert einmal mehr im absoluten Keller bundesdeutscher Statistiken.

Über 11 Prozent der einheimischen Jugendlichen sind so aktuell ohne Arbeitsstelle. Herausgerechnet wurden bereits Jugendliche, die in irgendwelchen Arbeitsamtmaßnahmen oder -schulungen ihr Dasein fristen. Allein im ersten Halbjahr 2011 wurden über 10.000 Schulabgänger nur durch staatliche Förderung in Arbeit vermittelt. Soviel dazu. Die Zahlen sind traurig, allein deswegen, wenn man bedenkt, dass ansonsten seit langer Zeit nur positive Meldungen vom Arbeitsmarkt kommen – vorausgesetzt man glaubt den dort herbeigetragenen „Fakten“.

Noch finsterer wird es bei der Bewertung der über 14.000 arbeitslosen Jugendlichen, wenn wir die Begleitumstände verinnerlichen. Vor allem zu berücksichtigen ist, dass die Zahl der Schulabgänger in 2011 auf gerade einmal 15.500 sank – 2006 waren es beispielsweise noch 32.000. Über 20 Jahre bundesdeutschen Politversagens haben zu dieser Entwicklung geführt – die grundlegenden Probleme sind, wie hier zu sehen, nicht ansatzweise behoben.

Auch das Bildungssystem ist nach immer neuen Reformen und tiefgreifenden Änderungen katastrophal aufgestellt. Eine Vielzahl der Schulabgänger verlässt die Schule ohne wirkliche Vorbereitung auf Kommendes; für den „Sprung ins Leben“ völlig unvorbereitet. Graue Gestalten dieser maroden Zeit werden plötzlich auf den Arbeitsmarkt, oder wesentlich häufiger auf die Lehrstellenvermittler der Arbeitsagenturen losgelassen. Ein oft geäußerter Wunsch: Viel Geld für wenig Arbeit. Und da das zeitige Aufstehen, körperliche Anstrengungen, das Umsetzen gewisser Hierarchievorgaben und das konzentrierte Erlernen spezifischer Fähigkeiten nun einmal schon in der Schulzeit wenig Beachtung fand, kommen die Betroffenen wieder zurück zum Förderungssystem der Arbeitsagenturen.

Diese beklagen sich, dass Ausbildungsbetriebe oftmals Schulabgängern mit schlechten Zeugnissen keine Möglichkeit einer Ausbildung bieten.  Verwundert es beim näheren Betrachten vieler unserer Altersgenossen? Dem gegenüber stehen vor allem Handwerks- und Gastronomiebetriebe, deren Lehrlingsplätze oft unbesetzt bleiben müssen – keine Nachfrage bei den Schulabgängern. Ungünstige Arbeitszeiten für wenig Lohn – auch bei der Jugend nicht beliebt.

Und so dreht sich das Rad weiter. Ein Rad, das allerdings nicht allein durch die staatliche Arbeitsmarktpolitik gespurt wird. Tiefgründigere Probleme führen zur weiteren Verwahrlosung unserer Jugend. Es sind die hier bereits angesprochenen falschen Wertvorstellungen dieser Zeit. Es sind absolute Unzulänglichkeiten in der schulischen Ausbildungslaufbahn, die bereits im Grundschulalter einsetzen. Es ist die Möglichkeit, ein angenehmes Auskommen auch ohne die Ausführung einer Arbeit – allein durch staatliche Leistungen – zu gestalten.

All dies führt zu tiefgreifenden Problemen und zur eingangs erwähnten Jugendarbeitslosigkeit, deren Phänomen uns wiederum auf die Urwurzeln dieses Systems zurückkommen lässt. Ein System, das völlig versagt, sich mit Problemen beschäftigt, die absolut irrelevant sind und noch Beifall klatscht, wenn es darum geht, fremdländische „Fachkräfte“ dauerhaft in unserer Heimat zu etablieren. Das alles, ohne sich auch nur im Mindesten Gedanken über die Zukunft unseres, des deutschen Volkes zu machen.  

Deshalb: Wenn auch Du diese Probleme erkennst, den Sprung aus der Perspektivlosigkeit ersinnst und Schaffen und Tun vor Egoismus und Spaßgesellschaft stellst – dann komm zu uns!

 

Autor: Ditmar Horn

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