Volkszählung 2011 – zählt nicht uns, zählt lieber eure Tage!

29. Dezember 2010

Am 09. Mai 2011 wird es in Deutschland eine
  Volkszählung geben. Die Entscheidung zu dieser Volkszählung wurde bereits am 29.8.2006
  durch das Bundeskabinett in einer Grundsatzentscheidung beschlossen und soll
  nun 2011 in die Realität umgesetzt werden. Die Kosten dieser umfangreichen
  Datenerfassung belaufen sich auf 700 – 750 Millionen Euro. Eine konsequente
  Verweigerung seiner Angaben in einem offiziell zugesendeten Fragebogen kann mit
  einer Geldstrafe von bis zu 5000 Euro bestraft werden.

Die letzten Volkszählungen in Deutschland
  wurden noch vor der Wiedervereinigung durchgeführt. In der Bundesrepublik
  Deutschland 1987 und in der DDR zuletzt 1981. Es wurden aber auch in den
  vergangenen Jahren immer wieder Volkszählungen im kleinen Stil durchgeführt. Seit
  der Einführung eines entsprechenden Gesetzes 1996 erhielten somit jährlich ca.
  1 % der Privathaushalten derartige Fragebögen. Das sind umgerechnet ca. 390.000
  Haushalten bzw. 830.000 Menschen in Deutschland.

Bei einer Volkszählung wird nicht einfach nur
  das Volk gezählt, wie man es vermuten könnte, sondern das eigentliche Ziel ist
  die Sammlung von persönlichen Daten der Bürger dieser Bundesrepublik. Außerdem
  ist eine Zusammenführung aller Daten der Standesämter und Agenturen für Arbeit
  geplant. Diese genauen statistischen Angaben können als eine Grundlage zur
  möglichen Erstellung eines Profils eines jeden Bürgers genutzt werden. Außerdem
  sollen dann diese Daten in der Verwaltung von Bund, Ländern und Gemeinden zum
  Einsatz kommen.

In der Volkszählung werden beispielsweise Daten
  wie Alter, Geschlecht, Familiennamen, vorherige Familiennamen, Geburtsort,
  Religion, Schulabschluss, Ausbildung, Berufsbezeichnung, Anschrift des
  Arbeitsgebers, Wirtschaftszweig des Unternehmens, Beginn der Arbeitslosigkeit,
  Haushaltsgröße und sich dort befindliche Personen in der Wohnung, Sanitäranlagen
  und Tag des Bezugs der Wohnung erfasst. Die tatsächlichen Fragenbögen, die rund
  10% der Bundesbürger persönlich erhalten werden und ausfüllen müssen, umfassen
  noch weitere persönliche Fragen zur Person.

Diese Volkszählung beinhaltet natürlich ein
  enormes Risiko im Umgang mit dem Datenschutz. Bereits der kleinste Fehler bei
  der Auswertung und der Verarbeitung dieser Daten kann zu einem Verlust von
  enormen Mengen persönlicher Informationen führen. Nicht ausgeschlossen sind
  außerdem im Zeitalter des weltweiten Datennetzes gezielte Angriffe durch
  Computerspezialisten oder kriminellen Organisationen, welche an diesen Daten
  mit Sicherheit Interesse zeigen wurden.

Wer noch immer nicht an einen Überwachungsstaat
  geglaubt hat, dem sollte dieses Vorgehen im Jahr 2011 endlich einmal die Augen öffnen
  und zum Handel auffordern. Mit Flugblättern, Aufklebern und weiteren Aktionen
  kann auf diese Datenspeicherung in Form einer Volkszählung hingewiesen werden. Eine
  Sammelklage beim Bundesverfassungsgericht wurde dafür ebenfalls, durch
  Einzelpersonen und Organisationen, bereits eingereicht um diese Volkszählung
  möglicherweise für verfassungswidrig zu erklären.

Volkszählung 2011 – zählt nicht uns, zählt
  lieber eure Tage!

 

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