„Wir werden Stimmung in den Landtag bringen!“

04. März 2011

Im Gespräch mit dem JN-Bundesvorsitzenden und Landtagskandidaten Michael

In wenigen Wochen wählen die Bürgerinnen und Bürger Sachsen-Anhalts einen neuen Landtag. Neben den altbekannten politischen Auslaufmodellen der Etablierten rechnen sich auch nationale Kandidaten der NPD realistische Chancen aus, ab dem 20. März den parlamentarischen Zirkus im Land gehörig aufzumischen. Der JN-Bundesvorsitzende Michael ist einer von ihnen. Wir sprachen mit ihm über seine landespolitischen Schwerpunkte, die Doppelbelastung von Landtagsmandat und JN-Vorsitz, und welche Vorteile ein  Landtagseinzug der NPD für die gesamten nationalen Strukturen im Land mit sich brächte.

 
 
aktion-widerstand.de: Michael, die NPD tritt zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit einer sehr jungen Mannschaft an. Neben Dir sind mit Matthias Gärtner noch zwei weitere JN-Spitzenfunktionäre auf vorderen Listenplätzen zu finden. Inwiefern wird sich dies bei einem Landtagseinzug der NPD politisch auswirken? Welche jugendpolitischen Akzente wollt Ihr setzen?
Michael: Es ist tatsächlich so, dass das Durchschnittsalter unserer Kandidaten vergleichsweise niedrig ist. Die NPD ist eben eine junge Partei. Neben der einst hochgejubelten Chaostruppe „Piratenpartei“ sind wir die jüngste Partei in Deutschland. Das sieht man deutschlandweit eben auch an unseren Kandidaten. Es wäre ja schlimm, wenn unsere Idee ein Ablaufdatum hätte, wie bei den Greisen der SED-Kommunisten.
Eins ist klar, wir werden Stimmung in den Landtag von Sachsen-Anhalt bringen und die Themen ansprechen, die die Jugend unseres Landes beschäftigen. Ich empfand es immer als peinlich, wenn ein 75-jähriger Ministerpräsident den Jugendlichen spielt und so tut, als wüsste er, welche Sorgen, Nöte und Probleme die Jugend von heute in Sachsen-Anhalt hat.
Wir wollen und werden die schlechten Zukunftschancen in Sachsen-Anhalt knallhart ansprechen. Nur so können wir etwas ändern und den Menschen klar machen, wer eine Zukunftsperspektive für unser Land bieten kann.
 
aktion-widerstand.de: Als Landtagsabgeordneter und JN-Bundesvorsitzender hättest Du  ab dem 20. März zwei verantwortungsvolle Aufgaben zu meistern. Fürchtest Du nicht, daß diese Doppelbelastung früher oder später negative Folgen für eine, oder womöglich gar für beide Funktionen bedeuten könnte?
Michael: Nein, das kann ich jetzt schon ausschließen. Denn weder der Landtagsabgeordnete, noch der JN-Bundesvorsitzende Michael leistet die Arbeit alleine. Hinter beiden Aufgaben stehen Organisationen und gute Mannschaften, die erst die Arbeit eines Vorsitzenden oder Abgeordneten zu dem machen, was sie ist. Sowohl der NPD-Verband, als auch die JN sind personell sehr gut aufgestellt und wir werden die zusätzlich anfallende Arbeit im Landtag meistern, da bin ich mir sicher.
 
aktion-widerstand.de: Welchen Nutzen kann die JN als politische Jugendbewegung aus einem Landtagseinzug der NPD ziehen?
Michael: Grundsätzlich würden alle nationalen Strukturen in Sachsen-Anhalt von unserem Landtagseinzug profitieren. Wir können unsere Arbeit in allen Bereichen professionalisieren und unsere Aktivisten besser ausstatten. Das nutzt auch den Jungen Nationaldemokraten, die ihren organisatorischen Schwerpunkt bereits vor Jahren nach Sachsen-Anhalt verlegt haben.
Bereits heute wird Sachsen-Anhalt als „Homezone für Nationalisten“ bezeichnet. Durch unseren Einzug in den Landtag hätten wir die große Chance,  uns und unsere Idee noch weiter in die Mitte unseres Volkes zu rücken und uns noch tiefer in dieser Gesellschaft festzusetzen.
 
aktion-widerstand.de: Was wäre die erste Amtshandlung des Landtagsabgeordneten Michael?
Michael: Ich werde mir überlegen, wie wir den Einfluss und die Möglichkeiten einer Landtagsfraktion nutzen können, um auch außerhalb des Parlaments zu zeigen, dass es eine gangbare Alternative zum hemmungslosem Ausbeuterkapitalismus, zum wertelosen Liberalismus und zu roten Unrechtsideologien gibt. Die Stärkung des vorpolitischen Raumes und die damit einhergehende Gewinnung der Deutungshohheit über Begriffe und Debatten muss gerade unter dem Aspekt der Jugendpolitik ein primäres Ziel unserer Arbeit sein. Dafür gilt es, als Landtagsfraktion die notwendigen Weichen zu stellen.
 
aktion-widerstand.de: Michael, vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für die anstehenden Aufgaben!
Das Interview führte Fritz Kempf

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