Zusammen gegen den Strom

31. Dezember 2010

Es ist ein kühler aber klarer Novembermorgen. Ein Schwung junger Burschen gleitet mit seinen Booten ins frostige Bodewasser. Ganze 15 km wollen sie stromaufwärts von Oschersleben nach Gröningen rudern. Zu ihrem Glück sind alle Wehre geöffnet, sodass die Strömung noch stärker als sonst gegen sie arbeitet. Aber man ist sich sicher: Wir schaffen das!

Geschafft, aber noch nicht am Ende der Kräfte, kamen wir nach fast 7 Stunden am Gröninger Wehr an. Boote aus dem Wasser und alle Glieder von sich strecken. Hinter uns lag eine spannende und abwechslungsreiche Strecke durch die Börde, auf der wir manche Gefahren gemeinsam bestanden. Lange ruhige Abschnitte mit wunderschöner Landschaft wechselten urplötzlich zu reißenden Strömungen, die man nur mit höchster Konzentration und kameradschaftlicher Zusammenarbeit überwinden konnte. Frühstück auf dem Wasser, Strömungsdurchquerung mit Seilen und ein kleines Wettrennen waren besondere Höhepunkte unserer Reise. Durchnässt, doch voller Stolz auf das Geleistete, musste man sich nach der Ruhepause am Ziel noch zum einige Kilometer entfernten Lagerort machen. Das wärmende Grubenfeuer und der schmackhafte Eintopf sollten alle Entbehrungen des Tages entschuldigen. Die sternenklare Nacht sollte manchen noch zum Schlafen unter freiem Himmel locken.

Gemeinsam trotzten wir allen Widrigkeiten und waren uns am Ende einig: Man muss nicht mit dem Strom schwimmen, um seine Ziele zu erreichen!

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