Braunkohl und Winter

17. Februar 2019

Braunkohl und Winter sind für die Norddeutschen untrennbar miteinander verbunden. Der Volksmund sagt: Gott schuf den Winter – und den Grünkohl als Mittel dagegen. Nun gut, ganz so skeptisch wollen wir Väterchen Frost nicht sehen, hat doch jede Jahreszeit ihre Reize und entsprechende Gegenmittel, die uns mit Freude in den Jahreslauf einbinden.

Warum aber Braunkohl oder Grünkohl? Die Varianten und die Spekulationen über die Wortherkunft sind bis heute umstritten. Während im Oldenburger und nordfriesischen Raum der Hang zum Grünkohl besteht, sind vor allem Bremen und Braunschweig Verfechter von Braunkohl. Es sei direkt erwähnt, dass es sich dabei zweifelsfrei um die selbe Pflanze handelt. Überlegungen, dass es an der Verfärbung des Kohls beim Kochen oder nach Frost liegen könnte, wollen wir nicht gelten lassen. Selbstbewusst hängen wir der These an, dass der Braunkohl seinen Wortstamm von unserem schönen Braunschweig bekommen hat.

Braunkohl in seiner kultivierten Form begann seine Karriere spätestens vor 400 Jahren. Damals noch häufig als Futter für die Tiere verwendet, später als Gericht in der Volksküche armer Leute und heute schließlich als deftiges Gericht für Feinschmecker. Wichtig ist den ersten Frost vor dem Verzehr abzuwarten, damit der Kohl die Möglichkeit hat, seinen vollen Geschmack zu entfalten und nicht zu bitter schmeckt. Generell hat gerade der Braunkohl eine starke Widerstandskraft gegen Kälte. Der Kohl wächst und gedeiht bis zu frostig-kalten -15°C.

Also: Seine Freunde und Familie schnappen, den Gruppenwimpel einpacken, eine schöne Wanderroute mit Gastwirtschaft wählen und die Winterlandschaft erkunden. Bei unserer nunmehr 5. Braunkohlwanderung fiel unsere Entscheidung auf das Reitlingstal im Elm.
Der Elm ist ein kleiner Höhenzug im Landkreis Helmstedt zwischen Königslutter, Schöningen und Schöppenstedt. Er steigt auf etwas über 300 Meter und wurde unter anderem von dem bekannten Schalk Till Eulenspiegel erkundet. Mehrere Burg- und Wallanlagen sowie der Tetzelstein als Denkmal gegen Gier und Ablasshandel ergänzen die schöne Wald und Tallandschaft.

Die Möglichkeiten unsere Heimat und Natur zu kennen und Tradition in der Gemeinschaft lebendig zu erhalten sind vielfältig. Oft zeichnet sich unsere Lebensart gerade in den kleinen Dingen aus. Packen wirs an.

JN Braunschweig

 

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