Julfest – Warum feiern wir Weihnachten?

19. Januar 2009

Wir sind hier heute zusammengekommen, um gemeinsam das Julfest zu
feiern. Viele von euch werden wahrscheinlich von der Familie, aus der
Kindheit, nur das christliche Weihnachten und die christlichen Bräuche
kennen. Zu Weihnachten wird die Geburt Jesu gefeiert, …aber warum
stellt man sich eine Tanne ins Haus, warum zündet man vier Kerzen an
und was hat der Mistelzweig mit Jesus zu tun? Hinterfragt werden diese
Bräuche seltener. Sollte doch jemand nach Antworten suchen, muss man
schon sehr gründlich suchen, denn auch das Christentum hat inzwischen
Antworten parat.

Unsere Vorfahren waren, wie ursprünglich viele anderen Völker auch, ein
sehr naturverbundenes Volk, wir sind lernfähig und beherrschen viele
Fertigkeiten, nur die Natur beherrschen wir nicht. Unsere Vorfahren
mussten also lernen, die Natur zu verstehen und mit ihr zu leben.
Leider haben wir, auch durch die Umerziehung zum Christentum, verlernt
mit der Natur im Einklang zu leben. Folgen sind unaufhaltbare
Umweltkatastrophen, ausgelöst u. a. durch die steigende
Industrialisierung.
Unser Lebensrythmus wird nach wie vor von der Sonne bestimmt. Das ist
uns heutzutage vielleicht nicht mehr so bewusst, aber geändert hat sich
da bis heute nichts dran.
Wer sich eingehend mit der Bibel und dem Christentum beschäftigt, wird
feststellen, dass Jesus nichts weiteres als die Vermenschlichung der
Sonne ist.
In einem Jahreszyklus gibt es zwei astronomische Wendepunkte, die
Sommer- und die Wintersonnenwende. Ab der Sommersonnenwende am 21. Juni
beginnt der astronomische Winter. Die Tage werden kürzer und das
Sonnenlicht wird schwächer. Der 21. Dezember, oder germanisch auch
Julmond genannt, ist der kürzeste Tag des Jahres, an diesem Tag stirbt,
sinnbildlich gesehen, die Sonne. In der folgenden Nacht vom 21. auf den
22. Dezember findet die Wintersonnenwende statt, ab dieser Nacht werden
die Tage wieder länger und die Sonne wird wiedergeboren. Deshalb wird
in dieser Nacht die Geburt der Sonne gefeiert.
Im Jahr 45 vor der christlichen Zeitrechnung wurde von Julius Cäsar der
Julianische Kalender eingeführt. Nach diesem Kalender fiel die
Wintersonnenwende auf den 25. Dezember, daher wurde dieser Tag für den
“Geburtstag der Sonne” geprägt.
Für welchen Tag wir uns für unsere Feier entscheiden, ist meiner
Meinung nach zweitrangig. Wichtig für uns ist nur, dass wir die
Zusammenhänge verstehen.

Bedeutung der Bräuche
Der Adventskranz ist ein Sinnbild für das Jahr, den Jahresrythmus, das
ewige Leben und die Jahreszeiten. Der Kreis steht für die Verbindung
vom Anfang zum Ende, wie die Midgardschlange, die sich in den Schwanz
beißt. Die vier Kerzen stehen für die Jahreszeiten, aber anders als
heute gebräuchlich wurden früher die Kerzen nicht der Reihe nach
angezündet, sondern gelöscht. Es wurden am Freitag, 3 Wochen vor der
Sonnenwende, alle 4 Kerzen entzündet und jeden weiteren Freitag wird
eine Kerze gelöscht, bis am Julfest nur noch eine Kerze brennt. In der
Julnacht wird dann auch die letzte Kerze gelöscht, als Zeichen für das
Sterben der Sonne. Daraufhin wird die fünfte in der Mitte stehende
Kerze entzündet und mit dieser Kerze werden alle anderen Kerzen neu
entflammt.
Der Tannenbaum ist ein immergrüner Baum, der das lebendige verkörpert
und die Hoffnung auf den wiederkehrenden Frühling bringen soll. Früher
wurden wahrscheinlich nur einzelne Zweige im ganzen Haus aufgehängt und
mit Nüssen, Äpfeln und Gebäck geschmückt, die an die vergangene Ernte
erinnern sollen. Der Baum ist aber auch an sich ein Heiligtum, da die
ersten Menschen, Ask und Embla, von den Göttern aus Bäumen gemacht
worden sind. Das Hauptheiligtum für unsere Vorfahren war die Irminsul,
der Weltenbaum/Weltenesche.
Zu Weihnachten hängt man auch einen Mistelzweig auf, der Kuss unter dem
Mistelzweig steht für die Sinnlichkeit Freyas, der Göttin der
Fruchtbarkeit und für die Vergebung Friggas, da durch ihr Verschulden
der Gott Balder mit einem Mistelzweig getötet wurde.

Dies ist nur ein kleiner Einblick auf die Bedeutung und die Bräuche
unseres Julfestes. Wie genau wir unser Julfest begehen, ist jedem
einzelnen überlassen. Das Wichtigste bei diesem Fest ist die Besinnung
auf die einfachen Dinge, auf den Lebenszyklus und die dunklen Tage
gemeinsam mit Familien und Freunden zu begehen.

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