Der Weg ist frei – JN-Wanderung in den Allgäuer Alpen

11. Juni 2013

Am ersten Juni-Wochenende unternahm die Mannschaft des im Herbst stattfindenden Edelweißmarsches ihre „ersten Gehversuche“ in den Allgäuer Alpen. Nachdem der lange Winter langsam auch die Berge freigegeben hat und der Wetterbericht hervorragend aussah,  konnte sich die Gruppe aus Baden-Württemberg  zur ersten Übungswanderung endlich auf dem Weg machen. Die folgenden Zeilen sollen von der Wanderung berichten.

GipfelblumePunkt 9:00 Uhr startete die Wanderung im schönen Kleinwalsertal in den Allgäuer Alpen. Das Wetter war sonnig, der Himmel klar. Lediglich die kurze Hose war völlig fehl am Platz, denn ab 1.600 Metern lag immer noch Schnee und der Wind zog uns eisigkalt in die Knochen.

Aufgrund des stürmischen Wetters verzichteten wir darauf, regelmäßig in die Wanderkarte zu schauen und vertrauten auf die Beschilderung am Wegesrand. Unglücklicherweise fanden wir nach einer längeren Strecke die Beschilderung in einer alten Schutzhütte liegend auf dem Boden wieder. Da die Wandersaison noch nicht eröffnet und die Hütten noch geschlossen waren,  mussten wir wohl auf diesen „Service“ verzichten. Nach einem kurzen Blick auf die Karte – es war ja schließlich sehr windig – folgten wir dem verschneiten Weg weiter Richtung Ziel… Dachten wir zumindest, aber leider gingen wir von einem falschen Standpunkt aus.

Nach einer Weile kamen wir dann an einem Gipfelkreuz, der Hammerspitze auf 2170 Metern an. Von dort aus orientierten wir uns neu und musste feststellen, dass, wenn wir auf den ursprünglichen Weg zurück wollten, einen Grad bzw. Klettersteig mit der Beschreibung „Nur für Geübte“ passieren mussten. Nachdem man solche Beschriftungen bei vergangenen Wanderungen gelegentlich ignorieren konnte, wurde wir dieses mal vom Gegenteil überzeugt. Nachdem wir an den ersten zwei Grabkreuzen vorbeigekommen sind, wurden wir bereits etwas nachdenklich. Kurz vor dem Gipfelkreuz wurde der Weg immer schwieriger bzw. der Weg war teilweiße lückenhaft, so dass wir ohne die dafür notwendige Ausrüstung den Rücktritt antreten mussten. Nachdem wir später von einem anderen Wanderer hörten, dass der Weg nach diesem Gipfelkreuz noch schwieriger wird und zum Teil verschneit war, waren wir mit der gefällten Rückzugsentscheidung sehr zufrieden.

Immer geradeausDer Weg ist das Ziel

Obwohl wir unsere angepeilte Strecke nicht erreicht haben und wir uns in Zukunft nicht mehr auf die Beschilderung verlassen werden, war diese „kleine“ Tageswanderung von rund 9 Stunden sehr lohnenswert. An dem Gipfelkreuz konnten wir uns in Ruhe im Sonnenschein niederlassen und die herrliche Landschaft genießen. In der Ferne konnten wir sogar eine Herde von Gämsen beobachten.

Während der Frühling sich im Tal bereits gen Ende neigt, fängt er in diesen Bergregionen gerade erst an. In allerlei Farben kämpfen sich die zarten Pflanzen durch den noch harten Boden. Es lohnt sich also den Rucksack erneut zu packen, denn in weniger Wochen werden  die kargen Berghänge von einem Blütenmeer übersät sein.

JN Baden-Württemberg

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