Trauermarsch in Ludwigshafen-Rheingönnheim

27. November 2012

Wie bereits berichtet wurde, haben auch die JN Rheinland & Pfalz am Trauermarsch unter dem Motto „1.000.000 Tote rufen zur Tat – Im Gedenken an die Gefangenen der Rheinwiesenlager“ teilgenommen.

Dieses dunkle Kapitel in der deutsch-amerikanischen Geschichte passt so gar nicht zu dem Bild der Befreier, als die sich die Amerikaner so gerne darstellen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs gerieten mehrere Millionen deutsche Soldaten und Zivilisten in die vermeintlich “angenehmere” amerikanische Kriegsgefangenschaft. Doch weit gefehlt: bereits 1943 beschlossen die Alliierten, sich der Haager Landkriegsordnung zu widersetzen und die deutschen Soldaten nicht als Kriegs-, sondern als Strafgefangene zu behandeln, um so international geltendes Recht bei der Behandlung von in Gefangenschaft geratenen Soldaten zu umgehen.

 

Wie Vieh wurden Soldaten, Nachrichtenhelferinnen und sogar Kinder auf mit Stacheldraht umzäunten Wiesen entlang des Rheins gehalten. Die Lager waren dabei nicht mehr als ein Stück Acker, gesichert durch Stacheldraht und Wachttürme. Unterkünfte für die Gefangenen gab es nicht. Unter katastrophalen hygienischen Bedingungen, unterernährt, ohne medizinische Versorgung und Wind und Wetter ausgesetzt, kamen etwa 1.000.000 Gefangene ums Leben. 1.000.000 Tote, die heute zu gern verschwiegen werden und derer es zu gedenken gilt!

Am Abend des 16. November führten wir deswegen einen Trauermarsch von Bahnhof Ludwigshafen-Rheingönheim zum Gedenkstein durch, der heute an das Lager und seine Opfer erinnern soll. Während des Marsches durch den Ortskern zogen wir an vielen Anwohnern vorbei, die auf der Straße oder an den Fenstern standen.

Der Zugang zum Gedenkstein selbst wurde uns allerdings durch eine Gegenveranstaltung des DGB, die uns mit Sprechchören wie „Oma, Opa und Hans-Peter, keine Opfer sondern Täter“ empfing, verwehrt und so mussten wir unsere Abschlusskundgebung etwa 50 Meter entfernt durchführen.

Durch eine Kranzniederlegung und mit einer Schweigeminute gedachten wir der Opfer.

JN Rheinland & Pfalz

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