Die organisierte Volksfront – Die JN im Kampf um den vorpolitischen Raum

19. Januar 2009

Leseprobe aus „Der Aktivist“ Nr. 1/2009 18. Jahrgang

Für Mitglieder kostenlos – Für alle anderen: Ab Ende Januar unter www.frontdienst.de

Die organisierte Volksfront – Die JN im Kampf um den vorpolitischen Raum

Michael & Matthias Gärtner

Die zu Beginn des Jahres entstandenen Probleme zwischen Freien Kräften und NPD waren abzusehen. Die Begriffe mit denen dann umher geworfen wurde, entbehrten dem aufmerksamen Beobachter dann doch eine gewisse Komik. Da schwadronieren einige über revolutionäre, radikale, liberale, bürgerliche und reaktionäre Flügel und verkennen zugleich viel zu sehr, dass die politische Agitation beider Seiten, also Freie einerseits und Partei andererseits, auf völlig unterschiedlichen Schlachtfeldern verläuft und auch in Zukunft verlaufen wird. Wer dann mit Inhalten versucht zu argumentieren, verkennt ganz einfach den Gegenstand, um den es sich in Zukunft zu drehen hat. Viel schlimmer ist eigentlich noch, dass der wahre Hintergrund solcher Schlammschlachten in persönlichen Motiven zu suchen ist. Ein totaler Widerspruch zum politischen Soldatentum!

Während noch vor einigen Jahren die NPD versuchte als Sammelbecken aller politisch nationalistischen Strömungen zu agieren, um somit zugleich an politischer Schlagkraft zu gewinnen und unser Lager damit auf einen einheitlichen Kurs zu bringen, hat sich die Situation heutzutage völlig gewandelt. Es darf nicht vernachlässigt werden, dass die Partei mittlerweile in zahlreichen kommunalen Vertretungen präsent ist und zudem in zwei Landtagen sitzt. Warum ist die Situation jetzt völlig verschieden? Ganz einfach: Die Aufmerksamkeit seitens unserer Feinde und Freunde am Nationalen Widerstande ist enorm gewachsen. Einerseits gewinnen wir mittlerweile Sympathisanten aus völlig neuen gesellschaftlichen Bereichen, andererseits versucht das System die „Daumenschrauben” enger zu ziehen.

Ein Blick in die Geschichte unserer Bewegung nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hat für alle nationalistischen Parteien im Allgemeinen folgende grundlegende Ausrichtung zu Tage treten lassen: Der parlamentarische Arm der Bewegung muss nach innen und nach außen per Gesetz „demokratisch” organisiert sein. Das ist eine Schwäche, gar keine Frage. Es öffnet nämlich Tür und Tor für interne Differenzen in Form von Kungeleien sowie Intrigen und fördert in der Regel, dass heisst auch nicht immer, nur das Mittelmaß in die entsprechenden Parteivertretungen, so wie das im parlamentarischen System überhaupt der Fall ist. Würde man versuchen das zu ändern, wäre es nur eine Frage der Zeit bis jene entsprechende Partei verboten wäre. Und hätten wir keine parlamentarische Vertretung, so würde die Aufmerksamkeit der politischen Alternative in Form eines modernen Nationalismus gegen Null tendieren. Ein Teufelskreis könnte man meinen, wenn man nicht besonnen eine Doppelstrategie Anwendung finden lassen würde. Die NPD entwickelt sich durch die parlamentarischen Vertretungen mehr und mehr zu einer politisch-professionell agierenden Organisation im Nationalen Widerstand. Das muss sie auch, um den ihr zugeteilten Auftrag, nämlich in die „Mitte des Volkes” zu gelangen, erfüllen zu können. Denn: Wir wollen an die Macht!

Auf der anderen Seite muss aber auch festgehalten werden, dass dadurch ein Raum verlassen wird, der ebenfalls maßgeblich durch eine strategische Agitation erhöhte Aufmerksamkeit entfaltet. Dieser Bereich ist der sogenannte „vorpolitische Raum”. Alle Aktivitäten die im Regelfall durch freie Strukturen, mittlerweile in einigen Regionen durch die JN, getragen werden, haben einen entscheidenden Einfluß auf die politische Ausrichtung junger Deutscher, als auch auf unsere eigene Bewegung. Demonstrationen, Mahnwachen, kontrollierter spontaner Aktionismus und Freizeitgestaltung vermitteln Gemeinschaft nach innen und erhalten durch die Artikulation nach außen einen politischen Sinn, also einen notwendigen Auftrag. Beide politischen Gebiete, also vorpolitischer Raum und parlamentarische Vertretung, sind aufeinander angewiesen. Dies war auch schon die Einsicht zur Entwicklung einer Volksfront von Rechts. Wo liegen nun also die anscheinend plötzlich auftauchenden Probleme?

Die Konzeption „freier Kräfte” hat sich nicht weiter entwickelt. Aus der Not geboren, zur Erhaltung politischer Strukturen, konnten über Jahre hinweg vorpolitische Aktionsfelder erobert und auch gehalten werden. Neue Ideen, neue Taktiken und die Steigerung der nach außen wirkenden Attraktivität sind mit diesem Entwicklungsprozess einher gegangen. Auch der Abschluss eines „Volksfront-Paktes” ist die logische und richtige Konsequenz in diesem Wirken. Aber eine ganz fundamentale Sache wurde nie angegangen. Nämlich den vorpolitischen Teil in der Volksfront zu strukturieren und zu organisieren. Sicherlich gibt es eine Organisation wie die Partei, die aber wie schon erwähnt, erstens organisatorisch eigentlich nicht unserer Art entspricht und zweitens auch einen etwas anderen inhaltlichen Auftrag besitzt. Sie muss sich mit tagespolitischen Problemen und Stellungnahmen befassen, auch zu Themen, die nicht im besonderen „nationalen Interessen” liegen. Dafür ist sie letztlich eine Partei, also der Nationalismus im politisch-parlamentarischen Tagesgeschäft.

Was ist also die Schlußfolgerung aus diesen Erkenntnissen? Der politische Raum außerhalb des Parlaments braucht eine strukturierte Kampfformation, denn das Parlament ist uns nicht genug und darf es auch nie werden! Da stoßen Leute zur Bewegung, die nach einem halben Jahr wieder verschwunden sind, vielleicht sogar mediale Aufmerksamkeit durch ein inszeniertes „Aussteigerprogramm” erhalten. Was wir brauchen ist ein durchdachtes nationalistisches „Einsteigerprogramm” – Das wird die JN sein!

Sehen wir uns einige Demonstrationen der „Ultra-Rechten” doch einmal an. Da haben wir in einem überwiegenden Anteil entweder den Bodensatz gescheiterter Existenzen oder Vertreter von Trachtenvereinen, die sich anscheinend verlaufen haben. So ist jedenfalls keine positive Außenwirkung zu erzielen. Was uns damit verloren geht sind die fähigen, tapferen und volkstreuen Deutschen, die auf einen politischen und gesellschaftlichen Wandel hoffen. Es gibt faktisch keine ordentliche Struktur im vorpolitischen Raum, die aber notwendig ist, wenn die politische Schlagkraft auch eine entsprechende Wirkung haben soll. Wie ist es sonst möglich, die Fähigkeiten und Fertigkeiten eines einzelnen Aktivisten zu erkennen und im Dienste unseres politischen Auftrags nutzbar zu machen? Jede daher gelaufene Zusammenrottung von Freizeit- und Wochenend-Kameradschaften gibt sich einen Namen und fährt von nun an unter der Fahne „freie Nationalisten”. An den Organisationsgrad der ursprünglich mit dem Konzept „freie Kameradschaft” entstandenen Gruppierungen kommen diese neueren Entwicklungen gar nicht erst heran.

Und selbst wenn, so würde immer noch eine landesweite Instanz fehlen, die besonders dann Wirkung entfaltet, wenn es an die Koordination von zentralisierten oder zeitgleich verlaufenden dezentralen Aktionen geht. Ein einheitliches Erscheinungsbild und ein identischer Grad politischen, weltanschaulichen und juristischen Wissens können viele Mitkämpfer in der Bewegung nicht vorweisen, ebenso wie ein Grundmaß an Disziplin im politischen Dienst. Und da wundern sich dann einige, dass wir uns im Kampf um die Straße nicht konsequent genug durchsetzen, auch wenn weit über eintausend Aktivisten angetreten sind? Was fehlt ist Struktur und Hierarchie in diesem mittlerweile ermüdenden Ringen. Dieses ist absolut notwendig, wenn wir die Herrschaft vom antifaschistischen Gossentum zusammen mit Alis BRD auf den historischen Scheiterhaufen verfrachten wollen. Diese Typen wissen nämlich ganz genau, wie sie ihre unterschiedlichen Wirkungsspektren nutzenbringend einsetzen. Die älteren Kader haben hier ganz einfach die Zeit zur Schaffung einer gebotenen Weiterentwicklung verschlafen. Aber anscheinend nicht nur das. An Stelle wenigstens jetzt die Notwendigkeit zu erkennen, dass Handlungsbedarf an diesem Punkte dringend besteht, kündigt Kamerad Wulff schlicht die Volksfront. Wie der politische Kampf und damit verbunden die Zukunft Deutschlands jetzt weitergehen soll, bleibt anscheinend sein Geheimnis. Wir sagen – Deutschland ist zu wichtig, als das es auf dem Altar persönlicher Befindlichkeiten zu opfern ist.

Wir müssen also erkennen, dass erstens eine regions- und landesübergreifende Formation vorhanden sein muss, in denen Wissen, Brauchtum, Aktionismus und politische Nachhaltigkeitsstrategien zum Fundament werden. Ziel ist die Eroberung des vorpolitischen Raums, ja die Professionalisierung des Bestehenden in dessen Wirkungsrahmen. Erkannt werden muss auch zweitens, dass die NPD zwar nicht in ihrer Struktur und ihrem besonderen politischen Wirken den Rahmen des gesamten vorpolitischen Raums zu decken vermag, aber dafür weitaus schwieriger zu verbieten ist, als ein Verein bzw. eine Kameradschaft. Und drittens muss zur Kenntnis genommen werden, dass das parlamentarische Tagesgeschäft als politisches Gebiet einerseits und der vorpolitische Raum andererseits, aufeinander angewiesen sind. Das bedeutet auch, dass gegenseitige Einflußnahmen stattzufinden haben, damit auf breiter Front der deutsche Nationalismus überhaupt in die Lage versetzt wird, um anzugreifen!

Wir geben die Antworten auf diese strategischen Sachlagen. Die JN sind eine Parteiorganisation, die also nur dann verboten werden kann, wenn die Partei verboten wird. Auch aus diesem Grund haben wir zweierlei Vorteile: Unabhängigkeit und Zugang. Die NPD kann und sollte auf das Wirken der JN relativ wenig Einfluß nehmen, wenn sie es ernst meint mit ihrem Jugendverband. Außerdem lassen sich die Kameraden, die die JN derzeit als Kampforganisation sehen, sicher nicht am Gängelband führen. Sollte es uns zudem gelingen, den vorpolitischen Bereich zu erobern, dann sind jedoch die NPD-Verbände auf eine schlagkräftige JN angewiesen. Eine JN, deren eigenständiges Profil darin besteht, ihren Aktivisten und politischen Soldaten ein Grundwissen zu vermitteln, Kader auf völlig unterschiedlichen Gebieten heranzubilden und durch eine innere Ordnung das Zusammenwirken divergierender vorpolitischer Kräfte in einer bisher noch nicht da gewesenen Synthese hergestellt zu haben. Das macht die JN noch lange nicht zu einer NPD. Hier haben die JN-Führer allerdings die hohe Verantwortung, einen eigenständigen politischen Bereich zu bewirtschaften. Das ist der Auftrag!

In dieser Hinsicht werden wir zusätzlich einen Unterstützungszirkel in Form von Fördermitgliedschaften etablieren, der es ermöglichen wird, außerhalb aktivistischer Strukturen die vorpolitische Arbeit auf jeweils separaten Feldern zu perfektionieren. Weiterhin soll auch gewährleistet werden, dass die Türen für Förderer geöffnet werden, die an einer aktiven Arbeit keine Teilhaben besitzen können. Und so gilt es die Volksfront zu organisieren und politisch handlungsfähig zu machen.

Die Parole lautet von nun an: Weg von der „Jugendorganisation”, weg vom Bild der „Junior-NPD” und hin zur Kampfgemeinschaft im vorpolitischen Raum, hin zur bundesweiten Formation politischer Soldaten!

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