Edelweißmarsch 2012 – Bericht

02. Oktober 2012

Der Edelweißmarsch ist eine fünftägige Hochgebirgswanderung, in der die Teilnehmer den Weg gemeinsam beschreiten und dabei Zwischenziele wie z.B. die Besteigung eines Gipfels erreichen müssen. In diesem Jahr bestieg die Edelweißmannschaft nicht nur Dreitausender, sonder wagte sich sogar auf das Glatteis. In den fünf Tagen der Wanderung überquerte die Mannschaft mehrer Gletscher und bestieg den einen der anderen Dreitausender. Sie nächtigte auf über dreitausend Höhenmetern und Vesperte auf dem Brandenburger Haus (3274m), die höchste Hütte im deutschen Alpinverein. Im folgenden Bericht könnt ihr erfahren, was die Kameraden erlebt haben.

Tag 1 „Nur wo man zu Fuß war, war man wirklich.“

 

 

Gespannt aber dennoch motiviert startete die Edelweißmannschaft im hintersten Zipfel der Ötztaler Alpen. Eine Region, in der die höchsten Berge Tirols zu finden sind. In dem kleinen Ort Vent (1.893m) stand der Thermostat bei Ankunft der Mannschaft bereits auf drei Grad, die Gipfel verschwanden im Nebel und nur knapp zweihundert Meter höher war bereits der erste Schnee zu sehen. Nachdenkliche Gesichter konnten beobachten werden, aber nach dem die ersten paar Meter geschafft waren, lief alles wie von alleine. Das erste Tagesziel lag mit der Similaunhütte auf 3019 m am Rande Südtirols. Eine interessante Nacht stand allen bevor, denn schlafen lässt es sich auf dreitausend Höhenmeter nicht mehr so leicht.

Tag 2 „Auf den Pfaden des Eismannes.“

Noch müde von der ersten Nacht startete die Mannschaft in den zweiten Tag der Hochgebirgswanderung. Langweilig sollte es keinem werden, denn es standen zwei Herausforderungen für die Gruppe bereit. Die erste Tagsetappe war die Fundstelle des „Mannes vom Similaun“, dem Ötzi. Der Weg dorthin gestaltete sich schwieriger als gedacht, denn Nebel, Schnee und fehlende Fußspuren erschwerten den Aufstieg auf 3208 Höhenmeter. Nach einer kleinen Ehrenrunde tauchte aus dem Nebel die markante Fundstelle der berühmten Eismumie auf.

Nach einem weiteren kleinen Anstieg wartete die nächste Herausforderung auf die Mannschaft. Der erste Gletscher musste überquert werden und dies war für die meisten der Gruppe eine ganz neue Erfahrung. Nun zeigte es sich, dass die Gruppe fähig war zusammenzuarbeiten. Dies war auch bitter nötig, da der Gletscher nicht gespurt und mit Gletscherspalten übersehen war. Doch gemeinsam wurden alle Hindernisse überwunden, da war es auch nicht schlimm, dass der eine oder andere mal bis zum Oberkörper im Schnee versunken war. Genächtigt wurde auf dem 2413 m hohen Hochjoch-Hospiz.

Tag 3 „Das Ziel war wichtig gewesen, um den Weg zu erreich.“

Nach einer angenehmen und erholsamen Nacht konnte die Mannschaft um 5:00 Uhr ausgeschlafen den nächsten Tag beginnen. Nun ging es daran, die Leistung vom Vortag zu steigern. Ziel war das Brandenburger Haus auf 3274 Meter, welches mitten auf dem Gletscher liegt. Das Wetter war traumhaft, so dass es nicht schlimm war, dass wir fünf Stunden bis zum Brandenburger Haus benötigten. Und alle schmunzelten nur, da die Hüttenwirtin –ihrer Aussage folglich- für den gleichen Weg lediglich eine Stunde benötigte. Nach einer kleinen Pause ging es von dort aus weiter über einen zweiten Gletscher in Richtung Vernagthütte (2755m). Die Aussicht war grandios, denn wir standen talabwärts auf einem riesigen Eisfeld, mit Blick auf zahlreiche Berggipfel und vor uns liegenden Gletscherspalten, die bis zu fünfzehn Meter in die Tiefe ragen. Als die Hütte erreicht war, konnte die Mannschaft stolz auf die erbrachte Leistung sein. Als Belohnung wartete schon das frisch gezapfte Bier.

Tag 4 bis 5 „Eine schöne Zeit geht zu Ende.“

Der nächste Tag erschien der Mannschaft mit der Gipfelbesteigung eines weiteren Dreitausenders schon fast langweilig. Viel mehr freute sich die Gruppe über den letzten gemeinsamen Abend in der Breslauer Hütte (2844m). Aber nicht nur an diesem Abend konnten die Kameraden für gute Stimmung in der Hütte sorgen. Jeder Abend wurde abwechslungsreich mit Spielen und dem Singen von fröhlichen Liedern gestaltet. Und zum Abschluss eines jeden Abends schmetterten wir kräftig das Südtiroler Heimatlied

„Wohl ist die Welt so groß und weit…“

Am Tag der Abreise waren die Gefühle sehr gemischt, denn jedem wurde nun bewusst, dass die schöne Zeit auch schon zu Ende war. Dennoch ließen wir uns nicht lumpen und marschierten mit einem Liedchen auf dem Lippen frisch, fröhlich und frei gen Heimat.

Das Alles was die Kameraden in dieser Zeit erlebt haben, könnt ihr in den Auszügen des Wandertagebuches, welches wir teilweiße hier veröffentlichen haben und noch werden, lesen und mitempfinden. Damit möchten wir denjenigen, die den Genuss der deutschen Alpen bisher versäumt haben, etwas Berggefühl mit nach Hause geben.

Die Gipfelstürmer der JN aus Baden-Württemberg und Berlin.

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