Edelweißmarsch 2012 – Wandertagebuch – Sehnsucht

16. Oktober 2012

Der diesjährige Edelweißmarsch führte uns in die Ötztaler Alpen. Eine Region, in der unter anderem die höchsten Berge Tirols zu finden sind. Die „Edelweißmannschaft“ bewegte sich einige Zeit auf über dreitausend Höhenmeter und überquerte insgesamt drei Gletscher. Was die Mannschaft in dieser Zeit erlebt  und empfunden hat, schildern Euch die nachfolgenden Beiträge in eindrucksvoller Weise:

Tagebucheintrag Tag 1 (Sehnsucht)

„Um 5:00 Uhr morgens klingelt uns der Wecker aus den Betten. Die Nacht war kurz. Aber trotzdem war niemand müde, denn alle waren auf den heutigen Tag – den Beginn der Wanderung – gespannt. Als alle zum losfahren bereit waren, ging die Fahrt in das Ötztal los. Schon auf der Fahrt dorthin veränderte sich Stück für Stück das Landschaftsbild. Immer mehr und höherer Berge konnte man sehen, bis wir dann schließlich rechts und links von steilen Bergen umgeben waren. Als wir gegen 10 Uhr ankamen und uns fertig machten, blickte man in einige nachdenkliche Gesichter.

Besonders das Wetter machte uns Sorgen. Denn vom Himmel flogen in zeitlichen Abständen Schnee und Regen. Als im Dorf uns ein Wanderer erzählte, dass es an unserem Tagesziel, der 3019 m hoch gelegenen Similaunhütte, knapp einen halben Meter Neuschnee hatte, wussten wir, dass dies ein paar harte Tage werden würden. Doch davon ließen wir uns natürlich nicht entmutigen und zogen mit Blick auf die luftigen Höhen aus dem Dörfchen heraus.

Schon nachdem wir etwas an Höhe gewonnen hatten, begann sich der Regen endgültig in Schnee zu verwandeln, was sich auch an der zunehmend verschneiten Landschaft bemerkbar machte. An einer schönen Ecke am Wegesrand, hielten wir nachträglich eine Morgenfeier, in der uns ein Kamerad von der Wichtigkeit der Natur und unserer Verbundenheit zu ihr erzählte. Die Heimatliebe und der Umweltschutz seien untrennbar miteinander verbunden. Denn die Heimat würde auch nur von denjenigen geschützt  und geachtet werden, die ihre Heimat auch lieben. Jemand der seine Heimat nicht liebt, gibt auf sie auch keine Acht. Nachdem gemeinsam ein Morgenlied gesungen wurde, zogen wir weiter. Jedes Kilogramm, das zu viel eingepackt worden war, machte sich nun bemerkbar.

Hungrig, nass und erschöpft fanden wir uns zum Mittagsvesper in einer Hütte auf 2501 m ein. Doch zu lange durften wir uns nicht aufhalten, da es schon später Nachmittag war. Gestärkt und wieder aufgewärmt zogen wir Richtung Tagesziel – die Similaunhütte –  die sich auf über 3000 Meter befand.

Weitere Einträge folgen, seid gespannt …

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