Edelweißmarsch 2012 – Wandertagebuch – Verschleierte Wege

20. Oktober 2012

Der diesjährige Edelweißmarsch führte uns in die Ötztaler Alpen. Eine Region, in der unter anderem die höchsten Berge Tirols zu finden sind. Die „Edelweißmannschaft“ bewegte sich einige Zeit auf über dreitausend Höhenmeter und überquerte insgesamt drei Gletscher. Was die Mannschaft in dieser Zeit erlebt und empfunden hat, schildern Euch die nachfolgenden Beiträge in eindrucksvoller Weise:

Tagebucheintrag Tag 2 (verschleierte Wege)

„07:00 Uhr, der Weckruf ertönt und langsam erwacht in der Schlafstube das Leben. Nicht für jeden war die Nacht in der 3019 m hoch gelegenen Similaunhütte erholsam. Aber nun gilt es, den vor uns liegenden Tag anzugehen. Gemeinsam frühstücken wir, packen unsere Rucksäcke und verlassen unser Nachtquartier. Nun treten wir in die Morgenluft des kühlen und nebligen Tages, wo vor uns als Zwischenziel der Anstieg bis zur Fundstelle vom “Manne vom Similaun”, bekannt als “Ötzi” am Tisenjoch in 3210 m Höhe liegt.

 

Unterwegs erschweren uns einsetzender Schneefall und die bereits verschneiten Wege und Steine Aufgang und Wegerkennung. Eisiger Wind pfeift an uns und den Felsklippen vorbei. Kaum ein Wort fällt und neben dem unregelmäßigen klappern der Wanderstöcke vernimmt man nur seinen eigenen schweren, gleichmäßigen Atem. Auch der Nebel wird immer dichter und als wir nach der angesetzten Zeit unser Ziel noch nicht erreicht haben, stellen wir fest, dass wir ein Stück im Kreis gelaufen sind. Weit kann das Ötzi-Denkmal jedoch nicht entfernt sein. Das wissen wir. Der Nebel klart leicht auf und die warme Vormittagssonne dringt durch den Schleier hindurch. Vereinzelt wird in verschiedene Richtungen ausgeschwärmt, Karte und Kompass werden ausgepackt und schnell ist der richtige Weg wieder gefunden.

 

Nach kurzem Marsch erreichen wir den anvisierten Gedenkstein und setzen unsere Rucksäcke ab. Nach einer kleinen Verschnaufpause versammeln wir uns zur Morgenfeier dieses Wandertages. Einer der Kameraden hält einen Vortrag, in welchem es um den Fund der Eismumie und die mediale Ausschlachtung desselben geht. Besonders wird die politisch korrekte Verzerrung des seltenen Fundes angeprangert. Bevor es nun weiter geht, wird noch gemeinsam ein Lied gesungen. Nach einem kurzen Aufstieg von der Fundstelle steht uns dann die größte Hürde des heutigen Tages bevor: Vor uns taucht majestätisch aus dem Nebel ein helles, schneebedecktes Eisfeld auf – Die erste Gletscherquerung unseres Marsches steht bevor.“

Weitere Einträge folgen, seid gespannt…

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