Edelweißmarsch: Auf dem Weg zum Dreitausender

07. Juni 2012

Rückblick und Vorschau

Der Edelweißmarsch im Jahr 2011 führte uns in die Stubaier Alpen. In diesem Jahr hatten wir nur vier Tage Zeit, so dass wir unser Ziel etwas höher stecken mussten. An unserem ersten Tag sollte es bereits über einen Dreitausender gehen. Wir starteten von einem Parkplatz aus, der auf ca. 1.300 Metern im Stubaier Tal lag. Das Wetter war traumhaft sonnig, der Himmel blau und vor uns ein riesiges wunderschönes Gebirge. Voller Tatendrang setzten wir uns in Bewegung gen Gipfel. Auf der halben Strecke erreichten wir die Nürnberger Hütte und frischten unsere Wasservorräte auf. Denn bis zum Gipfel gab es kein Trinkwasser, bzw. überhaupt kein Wasser mehr. Nach einer weiteren Weile waren wir an einer Weggabelung angekommen, die uns die letzten 100 Meter zum Gipfel wies. Zu diesem Zeitpunkt konnte man es jedem der Kameraden im Gesicht ansehen, dass es doch nicht so einfach ist, bei Sonnenschein einfach mal um die 1.700 Höhenmeter zu überwinden. Doch das Gipfelkreuz war nah und wir nahmen noch einmal alle Kräfte zusammen und kämpften uns gemeinsam bis zum Gipfel. Als wir alle oben angekommen waren, fehlte nur eines – und zwar das Gipfelkreuz. Wir wussten zwar, dass wir laut Karte auf 3.040 Meter waren, aber ohne Kreuz am Ziel fühlt man sich dann doch nicht so toll. Wir waren bereits sechs Stunden unterwegs und mittlerweile recht schwerfällig auf den Beinen. Doch auch wenn wir manchmal unser Ziel nicht in dem Maße erreichen wie wir uns das vorstellen, so dürfen wir nicht gleich aufgeben. Wir wussten, wir hatten es geschafft, denn wir hatten eines erreicht: und zwar Gemeinschaft.

Wir genossen noch die Aussicht und stärkten uns, denn der 3.000er war nur ein Zwischenziel unserer langen Reise. An diesem Tag zumindest warteten noch drei Stunden Fußmarsch auf uns. Zum Glück ging es dann nur noch bergab. Aber dafür drohte die Sonne unterzugehen. Der weitere Weg gestaltete sich auch nicht einfacher, denn der war plötzlich weg. Der Weg bestand nur noch aus einem riesigen, ca. 200 Meter hohen Geröllabhang. Jetzt hieß es aufpassen, vorsichtig herabbewegen und auf den Nebenmann achten. Nachdem auch dieses Hindernis gemeinsam überwunden worden war, mussten wir nur noch durchhalten. Unser Wasservorrat war bereits sehr knapp geworden und die ersten Kopfschmerzen fingen bei dem einen oder anderen Kameraden langsam an. Das Ziel war aber in nicht allzu weiter Ferne schon zu sehen und gab uns neue Kraft. Wir teilten unsere letzten Wasservorräte auf und zogen weiter. Es war bereits dunkel als wir unsere Hütte erreicht hatten. Doch da wir eben echte Männer sind, zogen wir fröhlich und kräftig singend mit dem Wimpel in der Hand in die Hütte ein. So lecker wie an diesem Tag hat ein Bier lange nicht mehr geschmeckt! 1.700 Höhenmeter und fast zehn Stunden Fußmarsch, das steckte Jedem an diesen Abend tief in den Gliedern, aber keiner wollte diese Erfahrung nach den Strapazen vergessen haben.

Wie ihr seht, kann eine Wanderung das ganze Leben versinnbildlichen. Nicht immer haben wir unser Ziel erreicht wenn wir ganz oben sind. Verzicht auf alle Güter und Genussmittel heißt nicht immer Verlust. Egal wie anstrengend und weit der Weg ist, mit guten Kameraden ist er nur halb so lang. Egal wie schwer der Weg auch ist, mit einer helfenden Hand schafft man es. Und nicht immer findet sich auf unserem Weg ein Kreuz, aber dennoch lohnt es sich diesen zu gehen.

Und das immer mit frischem, frohen Mut!

Wenn auch Du ein solches Abenteuer erleben möchtest, dann freue Dich auf den diesjährigen Edelweißmarsch in der Zeit vom 1. bis 5. September 2012 und melde Dich am besten heute schon an unter: marsch@aktion-widerstand.de

Weitere Berichte findest du HIER und HIER.

Autor: Paul Rudolph

 

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