„Ein junges Volk steht auf“ und die Republik dreht durch – Morgen Grillfest der JN

10. März 2008

jnˍzeichen005.gif Am heutigen Montagmorgen wurde neben den Wohnungen einiger Aktivisten auch die Bundesgeschäftsstelle der Jungen Nationaldemokraten (JN) in Bernburg durchsucht. Der konstruierte Vorwurf, das angebliche „Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“.

Nun zeigt es sich als nützlich, dass man sich in Sachsen-Anhalt für einen angehenden Politoffizier und ein SED-Mitglied als „Innenminister“ entschieden hat. Und da „gleich und gleich“ sich gerne gesellen und unser Politoffizier Holger Hövelmann, aus Erfahrung weiss, welchen Menschenschlag man für was gebrauchen kann, hat er sich für den blassen Rüdiger Erben als Staatssekretär entschieden, um den medial gut zu verkaufenden „Kampf gegen Rechts“ zu führen. Dass dies auch bitter nötig ist, zeigt die Leistungsbilanz von Hövelmann. So stolpert dieser ungeschickt von Skandal zu Skandal und sogar die eigene Polizeigewerkschaft startet schon Kampagnen gegen ihren obersten Dienstherren im Land. Da müssen erfolgreiche Aktionen gegen Andersdenkende her, schließlich will Hövelmann ja irgendwann Spitzenkandidat der SPD in Sachsen-Anhalt werden.

Dass dieser (Schau)Kampf gelegentlich ins lächerlich Absurde abrutscht, wurde heute wieder bewiesen. So wurden heute Morgen Wohnungen und die Bundesgeschäftsstelle der JN durchsucht, weil man lediglich auf JN-Netzseiten einen Liedtext gefunden hat, den man im Magdeburger Ministerium für den einer „verfassungswidriger Organisationen“ hält. Dass es sich dabei um den alles andere als strafbaren Text von „Ein junges Volk steht auf“ handelt, wird in den zahlreichen Pressemeldungen natürlich vergessen zu erwähnen.

Lieber freut man sich, dass man wieder einige junge Leute belästigen konnte und hofft so den „Druck“ etwas erhöhen zu können und vom eigenen politisches Versagen wieder einige Tage abgelenkt zu haben. Dass aber gerade solche Aktionen zeigen, wie primitiv und verzweifelt das Regime dieser Repubilk mittlerweile ist, werden sicher auch die Gerichte feststellen, die sich mit diesem Fall noch zu befassen haben.

Wer aber nicht so lange warten möchte, bis die langsamen Mühlen der Justiz entschieden haben, dass der Genosse Hövelmann in seinem Politoffizier-Übereifer zu weit gegangen ist, und schon Morgen den Gutmenschen, Mitläufern und Kleingeistern zeigen möchte was man von ihren geplanten Protesten gegen die heute durchsuchte Bundesgeschäftsstelle der JN hält, der kommt Morgen ab 16 Uhr zum „Grillen gegen Dummheit“ der JN nach Bernburg und genießt die gute Aussicht auf den bürgerlichen Protest der Pseudodemokraten im Kreise der Kameraden, bewaffnet mit einer Bratwurst.

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