Nachgereicht: Erik Hunker verlässt demokratisches Terrain

20. März 2007

„Der Irrtum wiederholt sich
immerfort in der Tat. Deswegen muß man das Wahre unermüdlich in Worten
wiederholen.“
Johann Wolfgang von Goethe

Sein Plakat schmückt nahezu jede Laterne,
sein Internetauftritt ist professionell gestaltet, seine Wahlthemen sind
nachvollziehbar, bürgernah und einfallsreich. Die Rede ist von Erik Hunker, dem
mittlerweile „parteilosen“ Politiker, der sich nur zu gerne schon im neuen
Kreistag sieht. Spräche man ihm Engagement ab, so müsste man lügen: Er ist es,
der die Staßfurter Tafel besucht, der sich in Sportvereinen einsetzt, der
Traditionsvereinen wie der Feuerwehr oder der Schützengilde ein Sprachrohr
bietet.

„Ein Landrat sollte die Menschen im
Landkreis vertreten, nicht die Interessen einer Partei“
, so ist es auf
seiner Internetseite zu lesen. Trotzdem findet man Erik Hunker auf Listenplatz
Nummer 1 der FDP im Wahlbereich Schönebeck. Momentan übt er das Amt des
Landrats in Schönebeck aus. Seine aufwendig gestalten Werbespots zeichnen ein
Bild, dass im Falle seines Wahlsieges vieles anders und besser wird. Großspurig
gibt er ein klares „Nein!“ zur Einheitsgemeinde,  spricht sich gegen die Schließung von weiteren Schulen aus. Nur müssen
wir uns an dieser Stelle die Frage stellen, wie viel Schuld er selbst dafür
trägt, dass schon so viele Schulen geschlossen wurden. Immerhin fungiert er als
Landrat, leistet nicht nur repräsentative Aufgaben, sondern ist maßgeblich an
der Verwaltung der Schulen beteiligt. Gebunden an die Entscheidungen des
Kreistags, stehen (standen) ihm trotzdem Möglichkeiten offen, ungerechte
Beschlüsse zu stoppen bzw. die zuständigen Aufsichtsräte davon in Kenntnis zu
setzen. Solche Handhabungen sind nicht bekannt. Er ist ein Teil von den
Vorgängen, insbesondere der Schulschließungen und Ausgabekürzungen im Bereich
Bildung,  gegen die er jetzt in seinen
Werbespots wettert. Wieso vertritt Herr Hunker wenige Wochen vor der Wahl
Ansichten, die er bisher nicht für bare Münze hielt? Gewiss kann er sich nicht
über Entscheidungen vom Landtag und höheren Ämtern hinwegsetzen, doch werfen
seine jetzigen Wahlparolen arge Zweifel über seine Glaubwürdigkeit auf.

 

„Das öffentliche Ansehen des
neuen Landkreises Salzland wäre enorm beschädigt, wenn es den Rechten gelänge, mit
Sitz und Stimme in den neu zu wählenden Kreistag zu kommen.“
Diese Bedenken
äußerte Herr Hunker kürzlich in einem Appell auf seiner Seite. Als erstes
müssen wir sagen, wenn die „Rechten“ in den Kreistag einziehen, so ist es der
Wille der Bürger -es ist der Gebrauch ihres demokratischen Rechts. Hunker
begründet seine Worte mit den Vorfällen in Plötzky, Pretzien und Pömmelte. Dass
die NPD den Vorfall in Pömmelte und alle andere Gewalt genau so verurteilt wie
er, die Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN) sogar Mahnwachen und
eine Demonstration gegen die Verbrechen veranstaltete, bleibt gänzlich außer
Acht. Des weiteren zieht er Zusammenhänge zwischen der NPD und dem
Strafverfahren gegen die Täter aus Pretzien. Er ist erschrocken, dass die Täter,
wie er sagt, ihre Tat „verharmlosen und als normal darstellen“. Mag alles sein,
nur warum werden Straftäter in einem Atemzuge mit der Kreistagswahl und der NPD
genannt? Was können die NPD Kandidaten dafür, dass in Pretzien Straftaten
begangen wurden? Der augenscheinlich polemische Umgang mit politischen
Widersacher wird dem Posten eines Landrats nicht gerecht. „Mit viel Geld und
sicherlich einer aggressiven und polemischen Werbestrategie wird um die Stimmen der Wähler gebuhlt werden.“
Er
selbst bringt es auf eine geschätzte Wahlplakatzahl von 5000 Stück, wirft der
NPD aber gleichzeitig einen „aggressiven“ Wahlkampf vor? Herr Hunker macht das,
was schon so viele vor ihm gemacht haben: Er verallgemeinert. Er lügt. Er
kriminalisiert die Nationaldemokraten im Salzlandkreis, wobei eine inhaltliche
Auseinandersetzung nicht stattfindet. Er bestätigt es sogar selbst: „Wir
müssen durch eine hohe Wahlbeteiligung erreichen, dass rechte Gruppierungen keine Diskussions- und Kommunikationsplattform bekommen.“
Und
genau hier verlässt er demokratisches Terrain; Parlament kommt aus dem
Französischen- „parler“- miteinander sprechen und das will Herr Hunker nicht.
Wieso? Angst vor der Wahrheit? Angst vor Widerspruch jenseits der üblichen
Kritik? Oder Angst davor, sich für seine Taten rechtfertigen zu müssen? Wir
wissen es nicht.

erikˍhunkerˍrichtigesˍformatWas wir aber wissen, ist, dass
die Nationaldemokraten im Salzlandkreis mit bestem Wissen und Gewissen auf das
Ziel hinarbeiten, am 22. April in den Kreistag gewählt zu werden. Unsere
Anschauungen werden ins Volk getragen, unsere Wahlplakate hängen höher als die
von Erik Hunker und unsere Wahlhelfer werden nicht durch Geld sondern durch
Idealismus angetrieben.

In der Summe seiner Aussagen
müssen wir Herrn Hunker leider viele demokratische Kompetenzen absprechen. In unseren Augen verdient es niemand in den Kreistag gewählt zu werden –schon gar
nicht als Landrat-, der andere Parteien mit Verbrechern gleichstellt, somit
Unwahrheiten verbreitet und am Ende noch die Früchte seiner Lügerei ernten
will!

 Mit besten Grüßen- JN Wahlbeaufsichtigungsteam (www.jn-stassfurt.de) 

 

 

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