Stellungnahme zu Studiengebühren

05. Oktober 2007

nbk.png.jpgEin ergänzender Teil
in der Debatte um die Notwendigkeit zur Errichtung einer deutschen
Volksgemeinschaft

Die voranschreitende
Globalisierungswelle, der voranschreitende und bewusst inszenierte
Kapitalisierungszwang einzelner Staaten, der das Resultat dieser Entwicklung
widerspiegelt,  schreitet erschreckend
voran. Jene bedenklichen Auswüchse scheinen auch vor dem Bildungssystem der
Republik keinen Halt zu machen: Auch in Deutschland denkt man seit einiger Zeit
über die bundesweite Erhebung von Studiengebühren nach. Hauptaugenmerk in
dieser Angelegenheit, so verlautet es die veröffentlichte Meinung, sind
notwendige Qualitätssprünge in den Bereichen der Ausstattung jener
Bildungseinrichtungen. So handelt es sich stattdessen um eine
BRD-gesellschaftliche Reaktion der Anpassung an diese weltumspannende
Kapitalisierungswelle, da mehr und mehr junge Menschen einen Hochschulabschluss
anstreben, um überhaupt noch konkurrenz- und wettbewerbsfähig zu sein. Die
Gesellschaftsformation verschiebt sich daher zu ungunsten aller Beteiligten.
Die staatliche Fest-Stellschraube setzt, in Ermangelung eines
zukunftsträchtigen und menschenwürdigen Weltbildes, an den Kapitalverhältnissen
der Zugangsberechtigten an, um einen Gegensteuerungsprozess in Gang zu setzen.

Die individuelle Ebene der
Betroffenen zeugt einerseits von gemeinschaftlicher Korrosion bezüglich der
Gesamtheit des Volkes, andererseits das Ergebnis jahrzehntelanger
Über-Individualisierungsprozesse. So arbeiten sie in unterbezahlten
Anstellungen, in ihnen fremden Tätigkeitsbereichen, getreu folgend der Parole
„Hauptsache Arbeit”, die ihnen unentwegt eingetrichterte Ideologie der
BRD-Massenpsychologie. Sicherlich ist es lobenswert und ehrenhaft arbeiten
gehen zu wollen, aber unter welchen Voraussetzungen und mit welchen
Konsequenzen für Volk, Volksgemeinschaft und persönlicher Entfaltung? Die Angst
vor dem beruflichen Versagen drängt die Menschen soweit, daß sie nach ihrem
Abschluss in Positionen arbeiten werden, für die sie keinen Hochschulabschluss
benötigt hätten, von der Entlohnung ganz zu schweigen. Die Qualifikationsebene
solcher Leistungsvoraussetzungen liegt dabei in den Potentialen
nicht-akademischer Volksgenossen, die infolge dieser Entwicklung überflüssig
und somit für Kapital und Staat zur Last werden. Das Humankapital unserer
Landsleute, denen eine Hochschulzugangsberechtigung nicht zuteil geworden ist,
tangiert gegen null, wie eine entsprechende Analyse der Globalökonomen besagen
würde. Dieser eingleisigen Diagnose folgen multiple Auswirkungen, insbesondere
in den Bereichen der psychologischen Verfasstheit betroffener Volksgenossen und
den erhöhten Druck auf die noch übrig gebliebenen
sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern, deren Konsequenz in dem Phänomen
„Ellenbogengesellschaft” zu suchen ist. Ursache für das Letztgenannte ist
ebenfalls der Verlust volksgemeinschaftlichen Wirkens, das sich aus der Quelle
eines schaffenden Kapitals hinsichtlich beruflicher Tätigkeitsfelder speist.

 

So verfällt die Zielvorstellung
der einzelnen Persönlichkeiten nach dem Streben persönlicher
Entfaltungsmöglichkeiten in der Arbeitswelt und -umwelt. Der Erfolgsdruck eines
jeden kapitalistischen Staates scheint die Leute zu akademischen Titeln drängen
zu wollen. Wer kann, geht studieren, wer nicht kann, muß sein Arbeitsdasein
inhaltsloser fristen oder gleich den persönlichkeitspsychologischen Verfall in
der Existenz der Arbeitslosigkeit suchen. Vorbei die Zeiten, in denen ein jeder
das entsprechend ausgewogene Gehalt verdiente, egal ob Handwerker, Akademiker
oder Büroangestellter. Vorbei scheint es auch, daß es an dem Verständnis zur
Notwendigkeit eines Arbeitsspektrums der Volksgemeinschaft zu liegen hat, die
persönlichen Potentiale der Volkswirtschaft zur Verfügung zu stellen. Das
Leitmotiv des schaffenden Kapitals im Zentrum der Persönlichkeitsentwicklung
und -entfaltung ist ersetzt durch das Streben nach finanzieller Stärke.
Letztgenannte Voraussetzung ermöglicht es dann erst, den Zyklus des
kapitalistischen Staates erneut vollziehen lassen, wie das künstlich
geschaffene Auswahlkriterium »Studiengebühren« deutlich macht. So hängt es in
diesem inhaltslosen Staatsgefüge dann nicht an dem Können und Wollen der
Angehörigen unseres Volkes, sondern an deren finanzieller Voraussetzung. – So
zumindest der Plan der voranpreschenden Globalisierer, dessen Weichen bereits
gestellt sind.

 

Die ursächlich völlig inkonform
laufenden Wirkungszusammenhänge zwischen finanzieller Ressource und geistiger
Leistungsfähigkeit sind in der Konsequenz des Austauschprozesses zwischen
Moral- und Wertbewusstsein einerseits und dem Streben nach finanziellem Kapital
andererseits zu deckungsgleichen Variablen der Bildungseinrichtungen
geworden.  Die Vorbereitungen für ein
global geprägtes, kapitalistisch bestimmtes Bildungssystem sind bereits im
vollen Gange. Auch in dieser Hinsicht stehen die USA Pate. Dies beweist uns ein
jüngst publizierter Artikel der Magdeburger Volksstimme vom 18.09.07*. Im
Artikel wird über die Annäherung um Zusammenarbeit der privaten  New York University und der
Otto-von-Guericke-Universität zu Magdeburg berichtet. Die im Text beschriebene
Verfahrensweise mit möglichen und bereits eingeschriebenen Studenten lässt,
angesichts der totalitären Vereinnahmung eines bedeutenden menschlichen Gutes,
nämlich der Bildung, durch us-amerikanischer Prägung, nichts Gutes für
Deutschland erahnen.

 

So werden folgende inhaltliche
Angaben zum Universitätsalltag und Studentenleben des Mustervorbilds deutlich:

 

  • ,„40 000 Studenten tummeln sich allein auf diesem
    Campus, die dafür nicht wenig Geld hinblättern müssen. “Ein
    Studienjahr kostet rund 40 000 Dollar” ‘
  • „Doch das ist beileibe nicht alles, was ein Student für
    eine Ausbildung berappen muss. Rund 20 000 Dollar fürs “Homing”
    – also Essen und Unterkunft – kommen noch obendrauf, wohlgemerkt jährlich
    […]”
  • „Und
    trotzdem: Die private New Yorker Uni kann sich vor Bewerbungen – natürlich
    vor allem aus gut betuchten Elternhäusern – nicht retten. Rund 300 000
    Bewerbungen gehen hier jährlich für 3000 Studienplätze ein, die übrigens
    nicht nur nach Leistung vergeben werden.”
  • „[die]
    Uni gehört  zu  den 
    zehn teuersten des Landes – Druck, an Gebühren und Ausbildung etwas
    zu verändern, besteht für die Uni also angesichts dieser Nachfrage nicht.”

 

Eine Einrichtung
zur Hochschulbildung wird unter diesen Vorzeichen ein weiteres Element im
Ringen um Angebot und Nachfrage. Die Ausbildung anhand der zur Verfügung
stehenden geistigen Potentiale eines Volkes, unabhängig von der finanziellen
Situation familiärer Herkunft, erweist sich in diesem Modell als eine zu
vernachlässigende Größe. Dass diese Form der Bildungsstrukturen als rückständig
und in dem zivilisatorischer Fortschrittsprozess ganzer Nationen zum Scheitern
verurteilt ist, erkannte auch BRD-Bundespräsident Horst Köhler in der Berliner
Rede „Bildung für alle” vom 21. September 2006. Sinngemäß orientierte er sich
dabei auf einen gesellschaftlichen Wandel in der Republik mit dem Ziel die
notwendigen Strukturen zur Zugangsvoraussetzung zu schaffen, um einer breiten
Bildung des Volkes den Weg frei zu machen. Die so genannte
„Wissensgesellschaft” als Ziel bundesrepublikanischer
Gesellschaftstransformation, in der nicht nur die aktuelle Qualifikation der
betroffenen Menschen im Zentrum der schaffende Phase des Lebens steht, sondern
vielmehr noch die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung. Somit sei, nach
Auffassung der tragenden Elite dieses Staates, die Voraussetzung erfüllt, um im
globalen Wettbewerb bestandsfähig zu sein. Dies bekräftigte genannte Person
auch in der Berliner Rede vom 01. Oktober 2007. Dabei gestand er zu, daß der
globale wirtschaftliche Wettbewerb erheblich zu einem innergesellschaftlichen
Strukturwandel beiträgt, in dem vor allem wenig oder nicht hinreichend
Gebildete marktwirtschaftlich nutzlos werden, die sogenannten „Verlierer der
Globalisierung”.

 

Nun hat diese
Republik zwei fundamentale Probleme in ihrem Strukturwandel: Erstens ist es
nach ihrer reaktionären Politik vonnöten, möglichst einer hohen Anzahl von
Menschen eine kontinuierliche Bildung zu verabreichen, damit diese als
vagabundierendes Humankapital europaweit eingesetzt werden können und nicht dem
im Sterben befindlichen Sozialstaat auf der Tasche liegen. Diese
Bildungsbereiche umfassen nach Angaben des Bundespräsidenten in erster Linie
akademische Berufe, wie Maschinenbau oder Medizintechnik. Zweitens bestehen
jedoch finanzielle Probleme bei der Realisierung dieses Vorhabens, wie die
Einführung von Studiengebühren glaubhaft machen möchte. Dabei wird weiterhin
vernachlässigt, daß nicht alle Angehörigen des deutschen Volkes überhaupt das
geistige Potential in sich tragen, um überhaupt Zugang zu Hochschulen zu
bekommen. – Wir verurteilen das nicht – Nein, ganz im Gegenteil! Nur sagen wir:
Ein jeder soll unter gleichen Bedingungen, die gleiche Chance haben, sich selbst
zu verwirklichen. Ein Handwerker und dessen Arbeit soll, in den Augen der
Bevölkerung, wieder genauso viel Anerkennung genießen, wie die Leistung eines Akademikers,
außerdem, und das ist noch viel wichtiger, soll der Lohn des gemeinen Arbeiters
wieder dazu genutzt werden können, um im vollen Maße eine Familie zu ernähren.
– Nun erkennen Sie sehr schnell, in was für einem Staatsgebilde Sie leben,
vorbei die viel gepriesene „jedermann hat die gleichen Chancen” Phase, vorbei
die Zeit vom reißenden Milch- und Honigfluss. – Nun sind die meisten Menschen
nur noch froh, wenn sie irgendwie über die Runden kommen, der Global- und
Kapitalismuswahn schreitet scheinbar unaufhaltsam voran. Die Arbeitskraft des
Menschen hat erheblich an Bedeutung verloren.

 

Man kann zu den
Verlierern dieser Entwicklung folgende Gruppen benennen: Erstens sind es
diejenigen, die keine Hochschulzugangsberechtigung besitzen. Zweitens auch
diejenigen, die vielleicht noch die allgemeine Hochschulreife erworben haben,
jedoch auf der Grundlage der finanziellen Voraussetzung der Verwandtschaft
weder die zu erwartenden Studiengebühren tragen können, noch die anfallenden
studienrelevanten Nebenkosten. Und drittens auch solche, die einerseits das
geistige Potential zum Studium innehaben und zudem auf ein breites finanzielles
Polster zurückgreifen können, jedoch auf der Basis des späteren Arbeitsfeldes
weder raumnahe Sozialstrukturen aufbauen können, noch die ihrer Fähigkeit
entsprechende Entlohnung erhalten. Bei dieser Betrachtung der Wechselwirkung zwischen
Hochschulbildung, Globalisierung und Volksgemeinschaft wird der Kreis der
„Gewinner” der stattfindenden Gesellschaftstransformation verschwindend gering.
Die Auswirkungen, die  das Streben nach
individuellem Glück als ein Höchstmaß an Finanzkraft begreifen lassen, spiegeln
sich ebenso sehr in der Verrohung gemeinschaftlichen Miteinander des Volkes
wider, wie auch die egozentrische Perspektive, daß durch  Bildung das persönliche Glück nach
finanziellem Reichtum gemehrt werden würde.  

 

Die Notwendigkeit
der Volksgemeinschaft, die ausschließlich alle Arbeitsspektren nur durch ihre
Gesamtheit verkörpern kann, erschließt sich dabei allein aus der Tatsache des
zivilisatorischen Überlebenskampfes des Individuums als soziales Wesen. Nur das
Verständnis danach, daß im Mittelpunkt der individuellen Schaffenskraft nicht
das Streben nach Finanzkraft zu stehen hat, sondern die Erfüllung einer
Teilaufgabe der gesamten Volkswirtschaft, 
ist ein Schritt der erkennen lässt, daß die Volksgemeinschaft einen
erweiterten zivilisatorischen Entwicklungsstatus voraussetzt. Der ausgeprägte
Liberalismus in Bezug auf Marktwirtschaft und Individualismus kann daher nur
die niedrigsten Triebe des Menschen befriedigen. Er stößt dann an seinen
Grenzen, wenn das Kapital im Zentrum der Persönlichkeit steht und somit die
Reproduktionsmöglichkeiten des gemeinschaftlichen Fortschritts behindert.

 

Dieser Zustand
ist erreicht, wenn Bildung im Allgemeinen und Hochschulbildung im speziellen
nicht mehr ausschließlich am Können und Wollen einzelner Volksgenossen ansetzt,
sondern auch die Finanzkraft zum entscheidenden Ausschlußkriterium geworden
ist.

 

 

NBK ‘Arbeitskreis Bildungspolitik’

Armin Forseti

Matthias
Gärtner

 

 

 

 

 

 *Quelle:
https://www.volksstimme.de/vsm/nachrichten/lokales/magdeburg/?emˍcnt=442852& 

Titel: „Delegation spricht im Deutschen Haus an der New York
University über Möglichkeiten der Zusammenarbeit – Erster Kontakt:
Magdeburg-Tag an New Yorker Universitäten im Visier”

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