Vom Ich zum Wir

08. Mai 2012

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Sind wir eine Egomanengesellschaft?

Wenn man die Forderung nach einer Volksgemeinschaft hört, kann man oftmals nichts damit anfangen, bzw. nicht ihre Notwendigkeit verstehen. Als ich am Freitag die Bildzeitung aufschlug, konnte ich wieder einen Kommentar des hochgeschätzten Herrn Wagner lesen, in dem er erklärte, warum in letzter Zeit keine Schreiben von ihm zu lesen waren. Er schrieb, dass er sich verletzt hatte und fünf Stunden in seiner Wohnung lag, bis endlich Hilfe kam. Trotz Schreien nach Hilfe beachtete ihn kein Nachbar und er war auf seine Putzfrau angewiesen, welche erst um zehn in seinem Haus auftauchte. “Das geschieht ihm ganz recht!” werden einige sagen, besonders nach seinen teils skandalösen Äußerungen zu großen Personen unserer Geschichte. Doch will ich darüber nicht urteilen, sondern habe mir Gedanken zu seiner Situation, die jeden von uns genauso ereilen kann, gemacht.

Sind wir noch eine Gemeinschaft, in der jeder für den anderen einsteht? Oder leben wir in einer Gesellschaft der Egomanen und ich-bezogenen Menschen? Ich denke, das zweite trifft eher zu! Egal wo man hinschaut, Zivilcourage gibt es nirgends mehr. Klar wird alle Jahre wieder bei RTL oder anderen Organisationen für leidende Kinder gespendet, doch war das schon alles? Wer hilft den sozial Schwachen, oder den Opfern von Gewalt? Wer erhebt heute noch seine Stimme zum Wohle eines Anderen, der nicht unmittelbar zu seinem direkten Umfeld gehört?

Die Gemeinschaft ist mit das höchste Gut, das wir besitzen. Wenn wir sie leben! Wir müssen verstehen, dass wir – egal in welcher Lebenslage – die Situationen am besten gemeinsam meistern können, und nicht allein. Ob beim Sport als Mannschaft, auf der Arbeit als Team, oder in der Familie, wenn die Eltern gemeinsam ihre Kinder erziehen und schützen! Leider geht das Gefühl der Gemeinschaft immer mehr verloren, in Zeiten von digitalen Freunden und der Brot-und-Spiele-Gesellschaft. Passiert ein Unfall, ist man heute eher darauf bedacht, alles auch genau zu sehen, anstatt zu helfen. Menschen werden auf der Straße erschlagen, und alle schauen weg. Frauen töten ihre Kinder und “niemand” hat gemerkt, dass etwas nicht stimmte. Wo leben wir überhaupt?

Jeder sollte versuchen, in Zukunft etwas Solidarität zu zeigen, wenn es um die Sorgen anderer geht, und sich einsetzen, denn das, was uns als Deutsche immer geprägt hat, war die Tatsache, dass wir es immer wieder geschafft haben, wie der Phoenix aus der Asche aufzuerstehen, und zwar gemeinsam!

Jeden geht unsere Zukunft etwas an, und jeder sollte erkennen, dass er seinen Teil beitragen muss, damit sie sich in unserem Sinne gestaltet! So sagte schon Otto von Bismarck:

“Wenn die Deutschen zusammenhalten, so schlagen sie den Teufel aus der Hölle!”

Diesen Leitspruch sollten wir uns wieder zu Herzen nehmen und erkennen, dass alles Klagen nichts nützt, wenn wir nicht zusammenhalten, und erkennen, dass die Sorgen des Einzelnen auch die Sorgen der Gemeinschaft sind, und wir sie am besten gemeinsam bewältigen können!

 

Quelle: Infoportal Schwaben

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